Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
schmarotzen
schmarotzen
schmarotzen Vb. ‘auf Kosten anderer leben’ (16. Jh.), älter smorotzen, schmorutzen, schmorotzen ‘betteln’ (15. Jh.). Die Herkunft ist ungeklärt. Anschluß ans Rotw. ist nicht nachzuweisen. Zugehörigkeit zu dem Verbtyp auf ahd. -azzen, mhd. -ezen (s. ächzen, blitzen, schmatzen), landschaftlich -o(t)zen (vgl. frühnhd. glockotzen ‘rülpsen’) ist möglich. in: Studia Neophilologica 62 (1970) 451 ff. erwägt Kontamination aus schnorren ‘betteln’ (s. d.) und spätmhd. mutzen ‘abschneiden, stutzen’ (14. Jh.). – Schmarotzer m. ‘wer auf Kosten anderer lebt, Parasit’ (16. Jh.), Smorotzer ‘Bettler’ (15. Jh.), Schmorotzer ‘Knauser’ (16. Jh.). Seit etwa 1800 werden Verb und Nomen agentis auch in der Naturwissenschaft für ‘parasitieren’ bzw. ‘Parasit’ gebraucht.