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Schildpatt

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Schildpatt

Schildpatt

1Schild m. gewölbte, plattenartige Schutzwaffe (zur Abwehr von Hieb, Stich und Schleudergeschossen) aus Holz (mit Lederüberzug) oder Metall (Plur. Schilde), ahd. skilt (8. Jh.), mhd. mnd. schilt, auch ‘Heerschild’ als Rangordnung lehnsrechtlicher und militärischer Art, ‘Wappen(schild)’, asächs. skild, mnl. scilt, nl. schild, afries. skeld, aengl. sc(i)eld, engl. shield, anord. skjǫldr, schwed. sköld, got. skildus (germ. *skeldu-) steht wie lit. skìltis ‘Scheibe’ als Dentalerweiterung zu der unter 1Schale, 2Schale genannten Wurzel ie. *(s)kel- ‘schneiden’ mit einer Ausgangsbedeutung ‘abgespaltenes, abgeschnittenes Holzstück, Brett’, da der Schild ursprünglich wohl aus durch einen Metallring zusammengehaltenen Holzteilen besteht. Redensartlich etw. im Schilde führen ‘eine bestimmte Absicht verfolgen’ (16. Jh.), eigentlich ‘ein auf den Schild gemaltes Wappen als Kennzeichen tragen’. Den Schutz- und Wappenschilden werden Abzeichen, Handwerks- und Gewerbesymbole, Hinweistafeln nachgebildet, für deren Bezeichnung das Substantiv allmählich neutrales Genus annimmt (zuerst im Mnd., 15. Jh., dann allgemein, obwohl von Adelung mißbilligt), so daß vom 18. Jh. an 2Schild n. ‘Platte, Tafel, Blatt mit einem Zeichen oder einer Aufschrift’ (Plur. Schilder) im Dt. üblich wird. – Schildbürger m. eigentlich ‘mit einem Schild bewaffneter Stadtbewohner’ (16. Jh.; wohl als Spottname des Rittertums für die waffentragenden Stadtbewohner entstanden, vgl. auch Spießbürger, s. d.), erhält durch Bezug auf die Bürger von Schilda(u), deren Streiche in einem Schwankbuch (1598) behandelt werden, die Bedeutung ‘wer so töricht oder unvernünftig handelt, daß der beabsichtigte Zweck verfehlt wird’. Daher Schildbürgerstreich (Wieland). Schilddrüse f. am Schildknorpel (aus zwei schildartigen Platten bestehend) des Kehlkopfes sitzende Drüse (18. Jh.). Schildkröte f. mit einem gewölbten Panzer versehenes Reptil, mhd. schiltkrote (s. Kröte). Schildpatt n. Hornschale der Seeschildkröte (18. Jh.), mnd. schildepadde ‘Schildkröte’, nd. Schildpadde, auch ‘Schildkrötenschale, -panzer’ (zu mnd. mnl. paddeKröte’, s. Padde). Schildwache f. ‘das Wachestehen’, mhd. schiltwache, -waht(e) ‘die Wache mit dem Schilde’ (d. h. in voller Rüstung), im 17. Jh. auf die Wachmannschaft bzw. den Wachposten übertragen. Schilderhaus n. ‘Schutzhäuschen für den Wachposten’ (17. Jh.), zu schildern, auch (mit Assimilation) schillern, soldatensprachlich ‘Wache stehen’ (17. Jh.)
2451 Zeichen · 71 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SchildpattDas

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Das Schildpatt (

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schildpatt

    Goethe-Wörterbuch

    Schildpatt einmal -pat a Hornplatte einer Schildkröte [ Romeo: ] Mir fällt ein Apotheker ein..|..Ein S. hing in seinem d…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schildpatt

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schildpatt ( Schildpadd, Schildkrot ), die hornartigen, aus verdickter Epidermis bestehenden obern Platten des Rückensch…

  4. modern
    Dialekt
    schildpattAdj.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    schildpatt Adj. aus dem Panzer einer Schildkröte hergestellt: sin grot schildpatt Brill Bri. 4, 152.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schildpatt

5 Bildungen · 5 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von schildpatt 2 Komponenten

schild+patt

schildpatt setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schildpatt‑ als Erstglied (5 von 5)

schildpatten

DWB

schild·patten

schildpatten , adj. aus schildpatt hergestellt: 'n schildpadden kamm. ten Doornkaat Koolman 3, 122 b ; o du, schildpattene laut' ( testudo )…

Schildpattinseln

Meyers

Schildpattinseln , Inselgruppe an der Ostküste von Celebes, s. Tukanginseln .

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APA
Cotta, M. (2026). „schildpatt". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schildpatt/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „schildpatt". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schildpatt/pfeifer_etym. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schildpatt". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schildpatt/pfeifer_etym.
BibTeX
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