Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.
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Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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1200–1600
MittelniederdeutschscheveF., N.?
Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege
scheve , F., N.? Vw.: s. schēve (1)
- 15.–20. Jh.
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SprichwörterScheve
Wander (Sprichwörter)
Scheve Scheven schütteln gehen. ( Niederlausitz. ) Die jungen Burschen gehen in die Spinnstuben der Mädchen, schütteln d…
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit scheve
37 Bildungen · 36 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen
Zerlegung von scheve 2 Komponenten
scheve setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.
scheve‑ als Erstglied (30 von 36)
schevebret
KöblerMnd
schevebret , N. Vw.: s. schēvebret*
schevech
KöblerMnd
schevech , Adj. nhd. schuppicht Hw.: s. schovech L.: Lü 327a (schevech)
schēvehôp
MNWB
° schēvehôp , m. , bildl.: „ umb den Schevehoep ... gaen ” (Klingged. 38) Bedeutung?
schēvehôt
MNWB
° schēvehôt „ we scheve- eder strohoede hir vele bringit ” (Gött. Stat. 387 u. Techen Nd. Jb. 45, 82) Strohhut, l. schenehôt (vgl. Mnl. Wb. …
schēveken
MNWB
schēveken , n.
schêveklôt
MNWB
schêveklôt , m. (Obl. mit flektiertem erstem Bestandteil: den schêven klôt ), 1. schräg zulaufender klôt, Art Kreisel; Rda.: den sch. drîven…
schēveldak
MNWB
schēveldak , ~(stê[i]n)decker s. schēverdak , ~(stê[i]n)decker.
schēvelhêⁱden
MNWB
schēvelhêⁱden , adj. , aus der schlechtesten, nicht ganz gereinigten Heede gearbeitet.
schevelhêde
LW
schevel-hêde, die schlechteste, nicht ganz gereinigte Hede. Adj. -hêden.
schevelier
Lexer
schevalier , schevelier stm. BMZ ritter. ein schevalier errant daʒ sprichet als ein recke Krone 25838. schevelier Trist. 5580. 81, schevelie…
schevelîn
Lexer
schevelîn s. schavelîn.
schēvelinc
MNWB
° schēvelinc , m. , 1. Tropf, Dummkopf „ de dummen schevelingen ” (Seelmann G. v. M. 145); als npr. häufig Ub. Brschwg. 2 u. 3. 2. bestimmte…
schevelink
KöblerMnd
schevelink , M. Vw.: s. schēvelinc (1)
schēvelken
MNWB
schēvelken „ dat sch. mit der ostken ”, l. schēdelken?; vgl. schēdele (Hans. Gbl. 1887, 190).
schevelstên
LW
schevel-stên = LW scheverstên.
schevelīn
KöblerMhd
schevelīn , st. N. Vw.: s. schavelīn
Scheveningen
Herder
Scheveningen , holländ. Dorf 1 St. nordwestl. vom Haag. mit 6000 E., berühmtem Seebade. Seeschlacht 8. bis 10. Aug. 1653 zwischen den Hollän…
schevenisse
LW
schevenisse, abgeschabte Felle? abgeschabtes Haar, als Pelzwerk dienend?
schēverdak
MNWB
schēverdak , schēvel- , n. , mit Schieferplatten gedecktes Dach.
schēveren
MNWB
schēveren , adj. , aus Schiefer, sch. schrîftavel Schiefertafel.
scheverich
LW
scheverich stên, Schiefer-Gestein. Ggs. hard stên.
scheverichstēn
KöblerMnd
scheverichstēn , M. Vw.: s. schēverichstēn*
scheverlink
KöblerMnd
scheverlink , M. nhd. Tropf, Dummkopf Vw.: s. schevel, schevelink E.: s. schevelink? L.: Lü 327a (scheverlink)
schēvernāgel
MNWB
schēvernāgel , m. , Nagel mit dem der Schiefer auf dem Dach befestigt wird.
schēverstêⁱn
MNWB
schēverstêⁱn (scheffer-) , m. , blättrige Steinart, Schiefer; Schieferplatte zum Dachdecken , auch kollekt. dat dōr mit sch.e decken. schēve…
schēverstêⁱn([e]s)decker
MNWB
schēverstêⁱn([e]s)decker , schēverstê(i)ne- , schēvelstê(i)n- , m. , Schieferdecker. —
schēverstêⁱn([e]s)grôve
MNWB
schēverstêⁱn([e]s)grôve , schēverstê(i)ne- , f. , Grube in der Schiefer gewonnen wird.
schēverstêⁱnisch
MNWB
schēverstêⁱnisch (-esch) , adj. , mit Schiefer gedeckt, sch. hûs.
schēverstêⁱnslatte
MNWB
schēverstêⁱnslatte , f. , Latte auf die der Schieferdecker beim Dackdecken die Schiefersteine nagelt.
schēverstêⁱn(s)nāgel
MNWB
schēverstêⁱn(s)nāgel , m. , Nagel mit dem die Schiefer auf den Dächern befestigt werden.
‑scheve als Zweitglied (1 von 1)
vlasscheve
KöblerMnd
vlasscheve , F. Vw.: s. vlasschēve