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Scheiblein

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Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch

Scheiblein

Scheiblein, n.

in Tirol: ein ringförmiges (gelbes) Kennzeichen, das einem Schuldner an seine Kleidung geheftet wird und das er bis zur Tilgung seiner Schulden öffentlich tragen muss
  • söll der richter dem selben gelter ain gelbs scheybel an sein rock verordnen anzuheften öffentlichen zu tragen, als lang hyntz er sölich geltschuld bezalt
    1499 TirolHGO. 138 Faksimile
  • ain gelbs scheybl an sein rock anzuheften vnd oͤffentlichen zu tragen verordnet als lang hynz er soͤlich geltschuld bezalte
    1499 ZFerd.¹ 5 (1829) 16 Faksimile
  • wo ... die schuld vnder fünffundzwaintzig pfund perner waͤre, vnd er die nit zubezalen hette, so soll der richter ... ain gelbs scheiblin an seinen rock verordnen antzehefften, offentlichen zetragen, als lanng vntzt er solche geltschuld betzalt. vnd wo er aber betretten wurde, das er solch scheiblin ab dem rock gethan, vnd nit bezalt hette, so soll er durch den richter eingelegt, vnd jm das lanndt verbotten werden
    TirolLO. 1573 VIII 31 Volltext (und Faksimile)

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    scheibleinn.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    scheiblein , n. , dimin. zu scheibe, mhd. schîbelîn: ir harnasch daʒ ist hürnîn, dâvon sint dicke schîbelîn geslagen ouf…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit scheiblein

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von scheiblein

scheibeln + -lein

scheiblein leitet sich vom Lemma scheibeln ab mit Suffix -lein, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

scheiblein‑ als Erstglied (2 von 2)