Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
schaufeln
schaufeln
Schaufel f. Werkzeug mit (metallenem) Trageblatt und langem Stiel, ahd. scūfla (8. Jh.), scūvala (8./9. Jh.), mhd. schūvel(e), mnd. schūfele, asächs. windskūfla ‘Wurfschaufel’ und (mit kurzem Vokal) mnd. schüffel(e), mnl. schuffel, nl. schoffel, aengl. scofl, engl. shovel, schwed. skovel (germ. *skūblō, *skublō) sind (in unterschiedlichen Ablautstufen) mit femininem l-Suffix gebildete Gerätebezeichnungen (s. auch Kurbel, Spindel, Windel) zu der unter schieben (s. d.) verzeichneten Wurzelerweiterung ie. *skeub(h)- ‘(flink) dahinschießen, schieben, stoßen’. Schaufel ist daher als ein ‘Gerät, mit dem oder auf das etw. geschoben wird’ zu verstehen. – Schaufler m. ‘Elch oder Damhirsch, dessen Geweihstangen Schaufeln bilden’ (18. Jh.), zu Schaufel ‘schaufelförmig verbreitertes Geweih’ (18. Jh.). schaufeln Vb. ‘mit Hilfe einer Schaufel aufnehmen und transportieren’, mhd. schūveln.