Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schächer m.
Schächer m.
Schächer m. ‘Räuber, Verbrecher’, ahd. scāhhāri (8. Jh.), mhd. schāchære, schæchære, schæcher, afries. skākere, mhd. schāker, schēker, mnl. scāker, aengl. scēacere, zu ahd. scāh m. ‘Raub’ (8. Jh.), mhd. schāch, afries. skāk, mnd. schāk, mnl. scaec (westgerm. *skēka- m.) mit dem Verb mhd. schāchen ‘auf Raub ausgehen, rauben, plündern’, nhd. schachen (bis ins 18. Jh.), afries. skēka, mnd. schāken, mnl. ontscāken, nl. schaken. Aus dem Germ. (wohl anfrk. *skāk-) ist entlehnt afrz. esch(i)ec m. ‘Raub, Beute’. Weitere Beziehungen sind nicht sicher, Herkunft daher unbekannt. Im Nhd. gilt Schächer vielfach (auch bei Luther, jedoch nicht in der Bibel) für die beiden am Kreuz neben Christus hingerichteten Missetäter; daneben vom 18. Jh. an auch in der abschwächenden Fügung armer Schächer ‘armer Kerl’.