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Saiten

Lex. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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3 in 3 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Saiten

Bd. 17, Sp. 455
Saiten, die über eine Resonanzplatte gespannten elastischen Fäden, die tongebenden Medien unsrer Saiteninstrumente, sind entweder aus Därmen (besonders Lämmerdärmen) gedrehte Darmsaiten oder aber Metallsaiten (früher Messing- oder Kupferdrahtsaiten, auch wohl aus Eisen geschmiedet, jetzt aus Gußstahl gezogen). Darmsaiten bilden den Bezug für sämtliche Streichinstrumente, dann auch der Harfe, der Gitarre und der veralteten Laute, Metallsaiten den der Klaviere und teilweise auch der Zither und Mandoline. Die S. unsrer sämtlichen Saiteninstrumente machen Transversalschwingungen, die bei den Streichinstrumenten durch Streichen mit einem Bogen (s. d., S. 138), bei Harfe, Gitarre, Zither etc. (s. Harfeninstrumente) durch Reißen mit dem Finger und bei dem Klavier durch Hammerschlag erregt werden. Je straffer gespannt oder je dünner die S. sind, desto höher, je schlaffer gespannt oder je dicker die S. sind, desto tiefer ist der Ton, den sie geben. S. mit dicken oder dünneren Stellen klingen schlecht und gefährden die Reinheit der Intonation. Als die besten Darmsaiten gelten die römischen. Zur Erzielung tieferer Töne ohne die dafür erforderliche Länge werden die S. künstlich beschwert durch das sogen. Überspinnen. Stahlsaiten werden mit ziemlich starkem Kupferdraht dicht umwickelt, Darmsaiten in der Regel mit Silberdraht übersponnen. Auch mit Silber besponnene S., deren Einlage Seidenfäden bilden, kommen zur Anwendung (bei der Gitarre und Zither). Metallene S. unterliegen am meisten der Verstimmung durch Änderung der Temperatur, weil die Metalle mehr als andre Körper durch Wärme ausgedehnt und durch Kälte zusammengezogen werden; Darmsaiten und seidene S. leiden dagegen durch die Feuchtigkeit der Luft.
1724 Zeichen · 24 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Saiten

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Saiten , diejenigen elastischen Fäden oder Dräthe, welche bei vielen musikalischen Instrumenten, den sogen. S. instrumen…

  2. modern
    Dialekt
    saiten

    Rheinisches Wb.

    saiten -E- Trier-Sirzenich schw.: de Kuh es om (am) s. seilartiger Schleim fliesst ihr vor dem Kalben aus dem Uterus.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit saiten

52 Bildungen · 50 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von saiten 2 Komponenten

sai+ten

saiten setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

saiten‑ als Erstglied (30 von 50)

Saitenaufziehen

GWB

saiten·aufziehen

Saitenaufziehen das Aufspannen von Saiten eines Musikinstrumentes 37,214,8 FGA Sulzer,SchöneKünste [G/Merck] Claudia Ristau, Undine Kramer, …

saitenbändiger

DWB

saiten·baendiger

saitenbändiger , m. dichterisch für einen saitenspieler: dir gleicht der edle Graun, der saitenbändiger, der den eignen gesang der hohen Oly…

saitenbezug

DWB

saiten·bezug

saitenbezug , m. bezug eines instruments mit saiten und gesamtheit der so aufgezogenen saiten; übertragen: wie soll aber der darbende gärtne…

Saitenfabrik

GWB

saiten·fabrik

Saitenfabrik -ck Betrieb zur Herstellung von Musikinstrumentsaiten Um..Volksbelustigungen auf Instrumenten, Instrumentenbau, S-en pp habe ic…

Saitengeld

DRW

saiten·geld

Saitengeld, n. Entlohnung für Musikanten saittengelltt 20 g 1605 Sittard,GMusikWürt. I 33 [Übschr.:] musicanten ... P.B., lautenitzen, an be…

saitengelispel

DWB

saiten·gelispel

saitengelispel , n. leises saitenspiel: willkommen ( freundlicher mond )! ertön' in sanftem saitengelispel. Voss 3, 73 ; ach, begeistrung! m…

saitengetön

DWB

saiten·getoen

saitengetön , n. das tönen einer oder mehrerer saiten: säuselndes saitengetön hebt den ätherischen leib. Schiller 11, 40 .

saitengewebe

DWB

saiten·gewebe

saitengewebe , n. , übertragen: das ganze sympathetische saitengewebe unsrer empfindungen würde in diesem zuruf nachschallen. Herder z. litt…

saitengriff

DWB

saiten·griff

saitengriff , m. das einmalige anschlagen der saiten: mancher, der mit kühnen saitengriffen, feuer in der seele, dich, o tugend, dich, o blu…

saitengrusz

DWB

saitengrusz , m. : ach, der harfner ists; er sinkt nieder an des thurmes fusze, wo es spät herunterblinkt, und beginnt zum saitengrusze. Uhl…

saitengusz

DWB

saitengusz , m. : wie des chaos riesenarm entronnen, aufgejagt vom schöpfungssturm die sonnen funkend fuhren aus der finsternusz, strömt der…

Saitenhalter

Adelung

saiten·halter

Der Saitenhalter , des -s, plur. ut nom. sing. ein Stück an den Violinen, unter welchem die Saiten oben befestiget werden.

saitenharmonie

DWB

saiten·harmonie

saitenharmonie , f. : noch mit liedern ihren busen huben nicht die weichen musen, nie mit saitenharmonie. Schiller 1, 236 .

saiteninstrument

DWB

saiten·instrument

saiteninstrument , n. : hier wurde plötzlich der erzähler von den tönen eines saiteninstruments unterbrochen. Mörike maler Nolten (1877) 2, …

saitenklang

DWB

saiten·klang

saitenklang , m. nervorum concentus Stieler 982 : begonnen hab ich einen festgesang zum saitenklang. Uhland 200 . unverbunden: Galbino. ach,…

Saitenklingen

Campe

saiten·klingen

Das Saitenklingen , — s , o. Mz . das Klingen der Saiten, der Saitenklang, das Saitenspiel. Gott will durch Singen Und Saitenklingen Nicht n…

saitenkratzer

DWB

saiten·kratzer

saitenkratzer , m. ein schlechter saitenspieler: zehntausend gegen eins, er wird nur ein elender saitenkratzer werden wie ich. Göthe 36, 124…

Saitenkundig

Campe

saiten·kundig

◬ Saitenkundig , — er, — ste , adj . u. adv . der Saiten, des Saitenspieles kundig. »So wußte — der saitenkundige Timotheus die Seele mächti…

saitenkunst

DWB

saiten·kunst

saitenkunst , f. die fertigkeit, auf den saiten zu spielen, musica Stieler 1010 : hat Orfeus durch die saitenkunst sein weib ausz Plutons re…

saitenmaulig

PfWB

saiten·maulig

saiten-maulig Adj. : ' mit speicheltriefendem Mund ', säädemaulich [ ZW-Marthh ]; vgl. Saite 3, Saitermaul , saitern .

Saitenmesser

Meyers

saiten·messer

Saitenmesser ( Chordometer ), einfaches Instrument zur Messung der Saitendicke in Gestalt eines Zirkels mit beweglichen Schenkeln, zwischen …

saitenreich

DWB

saiten·reich

saitenreich , adj. , mit vielen saiten: zur saitenreichen leier hiesz die muse die götter und der göttersöhne thaten, die sieger in den kämp…

saitenruf

DWB

saiten·ruf

saitenruf , m. : amoretten seh ich flügel schwingen, hinter dir die trunknen fichten springen, wie von Orpheus saitenruf belebt. Schiller 1,…

saiten als Zweitglied (1 von 1)

besaiten

DWB

besaiten , fidibus, cordis instruere: und dein geig doheim ist wol beseit. fastn. sp. 161, 10 ; doch will ich euch nun frisch besaiten, dich…

Ableitungen von saiten (1 von 1)

besaiten

DWB

besaiten , fidibus, cordis instruere: und dein geig doheim ist wol beseit. fastn. sp. 161, 10 ; doch will ich euch nun frisch besaiten, dich…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „saiten". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/saiten/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „saiten". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/saiten/meyers. Abgerufen 14. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „saiten". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/saiten/meyers.
BibTeX
@misc{lautwandel_saiten_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„saiten"},
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  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-14},
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