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säugling

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

säugling m.

Bd. 14, Sp. 1894
säugling, m. lacteus, subrumus, fellebris; agnus hornus, porculus subrumus. Stieler 1691; infans lacteus Frisch 2, 152; mhd. sûgelinc. 11) ein noch saugendes kind Adelung, in erweiterter bedeutung auch von einem ganz kleinen kinde, selbst wenn es die mutterbrust nicht genieszt: aus dem munde der unmündigen und seuglingen hastu lob zugericht. Matth. 21, 16; der du ein gott der waisen und seuglingen bist. Heinr. Jul. v. Braunschweig Susanna 3, 2; ist doch die milchquelle für den lieben säugling noch nicht versiegt. Musäus volksm. 1, 47 Hempel; ja, und die wackere frau mit dem säuglinge! Voss 2, 208; darum lebet nun wohl, geliebte freundin, und freuet euch des lebendigen säuglings, der schon so gesund euch anblickt. Göthe 40, 313; aber ach vom säugling in der wiege kann sie sich im bittern schmerz nicht reiszen. 2, 52; glücklicher säugling! dir ist ein unendlicher raum noch die wiege, werde mann, und dir wird eng die unendliche welt. Schiller 11, 38; [] wir zünden an und morden den säugling. 2, 155; und neben ihm die zarteste der frauen, ein säugling ruht an ihrer schwanenbrust. Körner der traum 41; frag du den säugling in der wiege. H. Heine 1, 303; schon sinkt das feuer, und die sommerschwülen nachtlüfte sich im eichenlaub verfangen, und frei durchs lange haar die weiber wühlen, die schlafend ihren säugling überhangen. Lenau 1, 185. 22) Herder gebraucht das wort einmal, um das noch ungeborene kind zu bezeichnen: also glaub' ich auch der furcht nicht, dasz ihr einen vaterlosen säugling in dem schoose tragt. Herder z. litt. 5, 105 (Cid 20) 33) das thier, welches noch saugt: gleich wie ein tigerthier, der säuglinge beraubet, jetzt dort', jetzt dahin laufft, es wütet, tobet, schnaubet. Opitz (1645) 2, 180; setzte sich dann und melkte die schaf' und meckernden ziegen, alles der ordnung gemäsz und die säuglinge legt' er ans euter. Voss Od. 9, 341. 44) übertragen auf einen, der von jemand oder etwas genährt wird oder ist: ist unser mund gleich sonst kein säugling deiner (der deutschen poesie) brust, so wisse, dasz du auch ein stiefkind pflegen muszt. Günther 646; alter vater Johann, zürne mir Deutschen nicht, dasz ich die tochter Konstanzia lieber (darf ich es auch, darf ich das trunkne wort wagen?) lieber sie trink' als dich. du verzeihest vielleicht; doch die kanoniker, deine säuglinge, diese nicht. Klopstock 2, 189 (der Kapwein u. der Johannisberger); wir hören lobgesänge, sprach die verlechzte erde, und ich bin still und stumm? der fallende thau antwortete ihr, ich will dich laben, dasz deine kinder neu erquickt jauchzen, dasz deine säuglinge blühen wie die rose. Herder z. litt. 9, 47; säugling des glücks, bedenke, dasz die milch, womit dich deine gefährliche mutter nährt, aus vergifteten brüsten flieszt. Klinger 5, 89. 55) eine mit einem säuglinge, besonders in der verstandesschwäche und unerfahrenheit zu vergleichende person. Campe; spöttischer ausdruck für junge leute: geschicht es doch wohl, dasz dergleichen idioten und säuglinge unter denen sub cathedra publica promovierten gefunden werden. unw. doctor (1697) 689; wo sind denn nun die jungen säuglinge? ebenda 337; ein greis an jahren, ein säugling an verstande. Campe. 66) maschine, die wasser zur feuerspritze treibt. Schm. 2, 238.
3269 Zeichen · 45 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Säugling

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Säugling , des -es, plur. die -e, ein noch saugendes Kind, in der edlen Schreibart, und von Kindern beyderley Geschl…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Säugling

    Goethe-Wörterbuch

    Säugling (noch) mit Muttermilch (durch eine Amme) gestilltes Kleinstkind, Baby; auch im Vergleichzshg Küßte sie [ die ve…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Säugling

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Säugling , das junge Kind bis zum Durchbruch der ersten Zähne; vgl. Alter und Kind.

  4. modern
    Dialekt
    Säuglingm.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Säugling m. : wie schd., Saichling [mancherorts], Saigling [ KU-Theisbgstg ZW-Lambsbn PS- Geisbg ]. SHW Südhess. V 105 ;…

  5. Spezial
    Säugling

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Säug|ling m. (-s,-e) viadú (-dus) m. , pope (popi) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit saeugling

13 Bildungen · 12 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von saeugling

saug + -ling

saeugling leitet sich vom Lemma saug ab mit Suffix -ling, mit Umlaut-Wechsel.

saeugling‑ als Erstglied (12 von 12)

säuglingsalter

DWB

saeugling·salter

säuglingsalter , n. das alter des kindes, in dem es ein säugling ist: hier wuchs ich, ohne zu erfahren, wer mir das leben gab, vom säuglings…

säuglingsanstalt

DWB

saeugling·s·anstalt

säuglingsanstalt , f. : säuglingsanstalt, wo die auf die arbeit gehenden mütter ihre kinder unterbringen können. Gött. gel. anz. (1846) 111.

säuglingsblut

DWB

saeugling·s·blut

säuglingsblut , n. blut eines säuglings: geronnen blut am fels dort, säuglingsblut, abgeschlachtet von mutterhänden. F. Müller 2, 169 .

säuglingsmörder

DWB

saeugling·s·moerder

säuglingsmörder , m. mörder eines säuglings: nun, Wodan, lasz die anderen des bluts der säuglingsmörder ( der Römer ) trinken. Klopstock 8, …

saeugling als Zweitglied (1 von 1)