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rühmlich

nhd. bis sprichw. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

rühmlich

rühmlich

Ruhm m. ‘hohes Ansehen’. Das im Dt. und Nl. begegnende Substantiv ahd. (h)ruom (8. Jh.), mhd. ruom, ruon, (md.) rūm ‘Lob, Ehre, Prahlerei’, asächs. hrōm, mnd. rōm, mnl. nl. roem ‘Ruhm, Ehre’ (germ. *hrōma-) stellt sich mit (anders abgeleitetem) asächs. hrōð ‘Ruhm’, aengl. hrōþor ‘Trost, Freude, Nutzen’, got. hrōþeigs ‘ruhm-, siegreich’ (germ. *hrōþa-), ahd. (h)ruod- in Personennamen (vgl. Rüdiger, Rudolf) zu der unter rufen (s. d.) angeführten Schallwurzel ie. *kar(ə)- ‘laut preisen, rühmen’. Auszugehen ist wohl von einer Bedeutung ‘Freudengeschrei’, die sich einerseits über ‘kriegerisches Selbstlob’ zu ‘Prahlerei’, andererseits über ‘Preis, Lob anderer’ zu ‘Ansehen, Ehre’ entwickelt. – rühmen Vb. ‘jmds. Ruhm verkünden, jmdn. lobend hervorheben’, ahd. (h)ruomen ‘(sich) rühmen, prahlen’ (8. Jh.), mhd. rüemen, ruomen, (md.) rūmen, auch ‘froh sein, jubeln’, asächs. hrōmian ‘sich rühmen’, mnd. rōmen ‘rühmen, prahlen’, mnl. nl. roemen ‘rühmen, loben, preisen’, aengl. hrīeman, hrȳman, hrēman ‘rufen, schreien, prahlen’. berühmt Adj. ‘weithin bekannt, überall hoch angesehen’, spätmhd. berüemet, eigentlich Part. Prät. von mhd. berüemen, ahd. bi(h)ruomen ‘sich rühmen’ (um 1000); Berühmtheit f. ‘berühmte Persönlichkeit, anerkannter guter Ruf, Ruhm’ (1. Hälfte 16. Jh.). rühmlich Adj. ‘rühmens-, lobenswert, löblich’, ahd. (h)ruomlīh ‘überheblich’, mhd. rüem(e)lich ‘lobenswert, ruhmredig, prahlerisch’; vgl. ahd. (h)ruomlīhho Adv. ‘ruhmredig, prahlerisch’ (8. Jh.). ruhmlos Adj. ‘ohne Ruhm, Verdienst’ (17. Jh.). ruhmredig Adj. ‘prahlerisch’ (1. Hälfte 17. Jh.), älter rhumrettig (Luther), rumretig (Sachs), zu mhd. ruomreiticheit ‘Prahlerei’, ruomereiten, (md.) ruomerēden ‘sich rühmen’, eigentlich ‘sich Ruhm bereiten’ (zum Grundwort s. bereit), dann volksetymologisch an reden angeschlossen. ruhmvoll Adj., mhd. (md.) rūmvol.
1837 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rühmlich

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Rühmlich , -er, -ste, adj. et adv. Ruhm bringend, Ruhm gewährend, mit Ruhm. Jemanden ein rühmliches Zeugniß geben. Rühml…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    rühmlich

    Goethe-Wörterbuch

    rühmlich auch Subst 1 verdienstvoll, ehrenwert a ruhmreich, ehrenvoll α ruhmvoll, ehrenhaft, glorreich; auch iSv heroisc…

  3. modern
    Dialekt
    rühmlichAdj.

    Pfälzisches Wb.

    rühmlich Adj. : nach dem Schd., rihmlich [ Mang 140].

  4. Sprichwörter
    Rühmlich

    Wander (Sprichwörter)

    Rühmlich Was rümlich ist mit Fug, das findet Rümer gnug. – Petri, II, 607. Wird im Serapeum (1848, S. 65) als ein Sprich…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ruehmlich

3 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von ruehmlich

ruhm + -lich

ruehmlich leitet sich vom Lemma ruhm ab mit Suffix -lich, mit Umlaut-Wechsel.

ruehmlich‑ als Erstglied (1 von 1)

rühmlichkeit

DWB

ruehmlich·keit

rühmlichkeit , f. , substantiv zum vorigen: die idee von der rühmlichkeit der kriegszüge in ferne länder. Schlosser weltgesch. 6, 350 .

ruehmlich als Zweitglied (1 von 1)

unrühmlich

DWB

unruhm·lich

unrühmlich , adj. adv. , gth. v. rühmlich 2. vgl. ruhmlos . frühnhd. auch umlautlos. attributiv: böse, unrümliche gedancken H. Kellner chron…

Ableitungen von ruehmlich (1 von 1)

unrühmlich

DWB

unrühmlich , adj. adv. , gth. v. rühmlich 2. vgl. ruhmlos . frühnhd. auch umlautlos. attributiv: böse, unrümliche gedancken H. Kellner chron…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „ruehmlich". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ruehmlich/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „ruehmlich". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ruehmlich/pfeifer_etym. Abgerufen 16. May 2026.
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Cotta, Marcel. „ruehmlich". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ruehmlich/pfeifer_etym.
BibTeX
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