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roven

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MNWB
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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

rôven swv.

Bd. 2-2, Sp. 2285
rôven (-w-), rôfen, °roufen (Ub. Goslar 4, 274), rö̂ven (røven [Nd. Jb. 14, 130]), swv.: 1. gewaltsam fremdes Eigentum wegnehmen, rauben, „Rouen ut supra Nota jd drecht en- []twey rouen stelen kabbezeren nappen nasschen vnde bedelen Rouen is mit walt vnde apenbar nemen Stelen is sunder walt vnde hemelken nemen” (Voc. Strals. ed. Damme), r. unde stēlen, dû scholt nicht stēlen dînem nêgesten ofte hê(i)melken wat tô behōlden nēmende r.de efte schattende sunder mit rechte (Zs. Phil. 13, 27); — (Angabe des geraubten Gutes:) c. A. r. dat dû ētest unde drinkest dat r.-estû (Derendorf 326), de vrêsen ... r.-eden vēle quēkes (Renner ed. Klink 1, 384). — 2. plündern, berauben, „Rouen schinnen spoliare depredari latrocinari viduare rapere capere predari” (Voc. Strals. ed. Damme), dit sint dê dê r. rîden in dat stichte tô Magdeborch (Chr. d. d. St. 6, 303, Anm. 4), schinden unde r., B. dê schindet unde r.-et wûr hê ûs schāden dôn kan (Ub. Brschwg. 7, 366), r. unde bernen plündern und brandschatzen, wêrt dat gê(i)nich man binnen desser sö̂ne unde vrēde r.-ede ōder brande ōder schāden dêde dê schal wēsen êrlôs rechtlôs unde vrēdelôs (Meckl. Ub. 10, 7). — 2.1. (Angabe des Tatortes:) c. Acc. dê dê dat lant schinden unde r. ôsten westen sü̂den nōrden (Ub. Brschwg. 7, 130), des landes hê dâr vēle vorbrande unde r.-ede (Chr. d. d. St. 19, 58), c. Adv.-Bestimmg. des sülven jâres r.-eden di wende vȫr Hamborch (ebd. 8), alse dê in Ungern quêmen r.-eden de beyern und swâven wôr sê hēr tōgen (Renner ed. Klink 1, 123); — de strâte r. Straßenraub betreiben, digēne dî binnen der hêren stēde di strâten r. schinden und des nachtes puchen und upstôten (Fidicin 4, 95); — de sê r., tô/up der sê r. Seeraub betreiben, dê van Lü̂beke ōrlōgeden ôk mit schēpen den kȫninc sêre unde r.-eden de sê (Sächs. Wchr. 257), vēle lôser knechte und vitâlien dê dâr r.-eden up der sê lange tît (Westphalen 4, 3128). — 2.2. (Angabe des beraubten Ortes, der geplünderten Liegenschaft:) c. A. r. des andern dāges tōgen de börgers ût plünderden r.-eden und branden der eddellü̂de hōve und gü̂der (Renner ed. Klink 1, 412), dat sê hebben ger.-et mînen dîch unde hebben mînen dîch utgestēken unde mînen dîch gevischet (Meckl. Jb. 16, 224); — den plôch r. die schneidenden Eisenteile und das Spannvieh vom Pflug rauben, alle mȫrdere unde dî den plûch r.-et ... dî sal man alle rādebrāken (Ssp. 1, II 13 § 4). — 2.3. (Angabe des Beraubten:) c. A. p. dî den man slât ōder vât ōder r.-et ... den sal man dat hö̂vet āveslân (Ssp. 1, II 13 § 5), elven rôvere ... dê oppe der Elve den kôpman r.-eden (Ub. Hambg. 1, 671), dê jenne dê de börgere van Gosler ger.-et hadden (Gosl. AR 78), dâr sê mîne bûren gemōrdet und ger.-et hebben (Livl. Ub. II 2, 116); — r. up gegen jemdn. auf Raubzug ziehen, zur Plünderung ausziehen, up dat sê mochten r. []up de prûseschen stēde (Chr. d. d. St. 30, 250), de törken ... hebben up de kristen ger.-et unde gebrant (Lüb. Tot. 22, V. 165), dô r.-ede sîn krîgesvolk up vrünt und vînt (Oldecop 263). — 3. pfänden, in Beschlag nehmen, r. wedder recht (Panten Rqu. 28). — 4. jemdn. gefangen nehmen, entführen, c. A. p. hê gaf ēme de gevangen wēder dê hê tô vȫren gerôft hadde ût dem lande (Köln. Bibel I Macc. 9, 72). Subst.
3232 Zeichen · 137 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    roven

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    roven, sw. v. 1. rauben, Raub ausüben. 2. berauben, plündern, mit Acc. des Ortes, auf dem die Beraubung geschieht; mit A…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit roven

30 Bildungen · 3 Erstglied · 24 Zweitglied · 3 Ableitungen

roven‑ als Erstglied (3 von 3)

rovenü

LDWB1

rovenü [ro·ve·nü] adj. (-s, -da) 1 geleitet, gelenkt 2 ‹fig› instrumentalisiert.

rovenüda

LDWB1

rovenüda [ro·ve·nü·da] f. (-des) 1 Lenkung f. 2 ‹tec› Lenkung f. , Steuerung f. 3 (pro na mascin da cujií) Säumer m. ◆ rovenüda di bojëgns B…

roven als Zweitglied (24 von 24)

berêroven

KöblerMnd

berêroven , sw. V. Vw.: s. berērōven

êsegrôven

MNWB

° êsegrôven , pl. Aasgruben, Schindanger.

heidenketzeroven

KöblerMhd

heidenketzeroven , st. M. nhd. „Heidenketzerofen“ Q.: Teichn (1350-1365) E.: s. heiden (2), ketzer, oven (1) W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 231 …

nāproven

KöblerMnd

nāproven , sw. V. Vw.: s. nāprȫven

probêrōven

MNWB

probe·roven

probêrōven , probîrāven , m. ( Pl. -ōven ): Schmelzofen zur Prüfung von Münzen und Edelmetallstücken auf Gewicht und Feingehalt .

rêrôven

MNWB

rer·oven

rêrôven , swv. : einen Erschlagenen berauben , unde houwen ēn ôk ... de köppe af und r.-eden sê (Meckl. Ub. 15, 83), desse nâgeschrēvene sin…

rêroven

LW

rê-roven, sw. v. rê-rôf begehen. Subst. rêrover.

ûtproven

LW

ût-proven, (Bier) nach Prüfung der Güte auszuführen gestatten; subst. ûtprovinge.

ūtproven

KöblerMnd

ūtproven , sw. V. Vw.: s. ūtprȫven*

Ableitungen von roven (3 von 3)

beroven

LW

be-roven, rauben, berauben.

rovëne

LDWB1

rovëne [ro·vë·ne] I vb.tr. (rovënn, rovenü) 1 fahren, steuern, lenken, dirigieren, pilotieren ( → avisé) 2 (n partí) führen, anführen 3 (liö…