Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Route f.
Route f.
Route f. ‘geplanter (Reise)weg, vorgeschriebene Wegstrecke’, Übernahme (Mitte 17. Jh.) von frz. route ‘Weg, (ausgebaute) Straße’, auch ‘Richtung, in die man geht’, mfrz. ‘breiter Weg für Fußgänger und Wagen’, afrz. rote ‘Straße, Weg, Bahn, Spur’. Diesem geht vlat. (via) rupta ‘durch den Wald geschlagener Weg’ voraus, Part. Perf. Fem. von lat. rumpere ‘(zer)brechen, zerreißen, zersprengen’. – Routine f. ‘durch Übung erworbene Gewandtheit, Fertigkeit, Erfahrung’ (Mitte 18. Jh.), pejorativ ‘zur Gewohnheit gewordene Tätigkeit’ (1. Hälfte 19. Jh.), Übernahme von gleichbed. mfrz. frz. routine, eigentlich ‘Erfahrung hinsichtlich des Weges’, abgeleitet von mfrz. frz. route (s. oben). Routinier m. ‘wer auf einem Gebiet Erfahrung, Übung besitzt’ (Anfang 19. Jh.), frz. routinier. routiniert Adj. ‘erfahren, geschickt, geübt’ (2. Hälfte 18. Jh.), gebildet wohl unter Einfluß von gleichbed. frz. routiné, Part. Perf. von frz. routiner ‘nach der Gewohnheit, mit Erfahrung handeln, an etw. gewöhnen’; vgl. (vereinzeltes) sich routinieren Vb. ‘sich Erfahrung, Geschick erwerben’ (Anfang 19. Jh.).