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rostig

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
12 in 12 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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12

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

rostig adj.

Bd. 14, Sp. 1285
rostig, adj. , mhd. rostec, rostic, mit rost belegt, beschmutzt, vom rost zerfressen. rostig, rostecht, rustig, rustick, rubiginosus Dief. 501c, schwartz rostig, rubiginosus Dasypodius. 11) im eigentlichen sinne: sie hieʒen ir halsperge ûʒ schütten unde vegen die durch tou und durch regen naʒ unde rostic wâren. Eraclius 4729; ein rostigs panzer truoc er an. ring 48d, 3; dann einer ein rostige helmparten mit eim schuchfleck die wol polirt. fastn. sp. 384, 9; und zeuch dein messer ausz der scheiden, das stumpff, schärtig, und rostig sey. Grobian. 629 neudruck; der mensch, welcher an sinnen klug, ist wie ein eisen an dem pflug, damit man durch die erden fehrt: dasselb wirdt mit der zeit verzehrt, bleibt aber rein, fein blanck und lustig, wo mans leszt ligen, wirdts doch rustig. B. Waldis Esopus 3, 99, 54 Kurz; die harten hände reichten sie mir dar, von den wänden langten sie die rostgen schwerter. Schiller Tell 2, 2; einen reif von rostgem eisen trägt er um den leib geschirrt. Uhland ged. 288; gieb mir von allen schätzen nur die alte rostige krone. 383; ach gott, ich erglühte wie flamme, als ich sah, dasz die alte nadel es war, meine rostige nadel im stamme! Droste - Hülshoff 1, 224. 22) mit besonderer hervorhebung der bräunlich gelben farbe des rostes: aber auʒwendig wirt eʒ (das zinn) leiht gemailigt, alsô daʒ eʒ pleich wirt, niht rostich. Megenberg 480, 9. dann freier: sin herz ist kalt, sin zung vol gift, rostig sin zend, sin gmüt vol gallen. H. Salat 198, 336; sie (das alte weib) wer auch bleich, gelb, reuchrich, rustig, schwartz, graw, fahl, blaw, und gar unlustig. Rollenhagen froschm. Hh 8a; raubnest um raubnest, schroff, in rostger bräune. Freiligrath 3, 102. 33) unscheinbar, schmutzig, zerfallen, abgenutzt, zunächst durch alter, dann in allgemeiner anwendung: so scharren sie von alten scharteken vier oder fünf rostige abgenützte wörter, mit solchen sie dem leser ein nebel fürziehen. S. Franck moriae enc. 4b; er zoge auch also rostig mit seinem fürfell daher. Frey garteng. 45; du hier? jetzt? zwischen diesen rostigen mauern? Fr. Müller 3, 86; der her tet des rostigen haufen lachen, tet bauren und hantwerker aus in machen. H. Sachs meisterl. 213 Gödeke; das heiszet, wie rostige wittwer, gefreit. Picander 1, 432. im sinne von rauh, ausgehend von der rostzerfressenen ungleichen oberfläche, rostige kehle, rostige stimme. auf geistiges übertragen, im sinne von befleckt: das sehen wir in der heiligen Magdalenen, die ganz rostig und wüst was. Keisersberg brösaml. 2, 33a (1517); wo die westphälischen edeln müssen sich sauber brennen ihr rostig gewissen. Droste - Hülshoff 1, 204. 44) in besonderer anwendung, geräuchert, gedörrt, unter einwirkung von rost, craticula: letzlich hett er zu eim hinderhalt unzahlich vil häringsthonnen von gewässerten, bezwybelten, beessigten, gesaltzenen, frischen und roschtigen häringen und böckling. Fischart Garg. 55b; so lag auch schon ein alter rostiger schuncken mit einem paar dörren bradwürsten im wasser. Simpl. 3, 299 Kurz.
3042 Zeichen · 48 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rostig

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Rostig , -er, -ste, adj. et adv. von 4 Rost. 1) Rost habend, mit Rost bedeckt. Ein rostiges Eisen. Rostig seyn, werden. …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    rostig

    Goethe-Wörterbuch

    rostig mit einem bröcklig-rotbraunen (durch Oxydation eines eisenhaltigen Metalls entstandenen) Belag überzogen [ Friede…

  3. modern
    Dialekt
    rostig

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    rostig , rustig Adj. 1. rostig. 2. sauerfleckig. 3. glanz- und farblos, schmutzig (Anzug und Gesichtsfarbe): Lue g , wü …

  4. Sprichwörter
    Rostig

    Wander (Sprichwörter)

    Rostig Rostig wie-n e Lûs, gang hei und träg's i dis Hûs. – Sutermeister, 146.

  5. Spezial
    rostig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ros|tig adj. (auch ‹fig› ) da rüja. ▬ rostig e Nägel agüs da rüja m.pl. ; rostig e Gelenke ‹fig› lisöres da rüja f.pl.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rostig

7 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von rostig

rost + -ig

rostig leitet sich vom Lemma rost ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von rostig 2 Komponenten

ros+tig

rostig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

rostig‑ als Erstglied (4 von 4)

rostigen

Lexer

rost·igen

rostigen swv. ûsz rostigen, eruginare Dief. n. gl. 156 a .

rostigeⁿ

Idiotikon

rostigeⁿ Band 6, Spalte 1527 rostigeⁿ 6,1527

rostig II

RhWB

rostig II = von Rost überzogen s. bei Rost III.

Ableitungen von rostig (3 von 3)

entrostigen

DWB

entrostigen , dasselbe. figürlich: der kälen ( kehle ) zu lieb, die zu uben und zu entrostigen, ein gut gesetzlin bergreien, Bremberger, vil…

Rostige

SHW

Rostige Band 4, Spalte 1471-1472

unrostig

DWB

unrostig , adj. , gth. v. rostig: unrostigen degen Dietenberger ob s. Peter zu Rom sei gewesen e 4 b ; Campe. —