Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
röcheln
röcheln
röcheln Vb. ‘rasselnd, stöhnend atmen’, mhd. rücheln, rühelen, auch ‘wiehern, brüllen’, ist wie mnl. rochelen ‘brüllen, schreien’, nl. ‘röcheln’ eine Iterativbildung zu einem in ahd. rohōn ‘brüllen, grunzen’ (9. Jh.), mhd. rohen, ruohen ‘brüllen, grunzen, lärmen’ belegten (im Nhd. untergegangenen) Verb lautnachahmenden Ursprungs. Außergerm. stehen nahe lit. rū́kti ‘brüllen’, lett. rūkt ‘brüllen, brausen, tosen’, russ. rykát’ (рыкать) ‘brüllen, grunzen’, so daß eine Gutturalerweiterung ie. *reuk- zu einer Schallwurzel ie. *reu-, *rēu-, *rū̌- ‘brüllen, heisere Laute ausstoßen’ und (im Hinblick auf das Germ.) ‘brummen, murren, dumpfe Laute von sich geben’ (wozu auch raunen, Rune und vielleicht 1Rost, s. d.) angesetzt werden kann.