Eintrag · Mecklenburgisches Wb.
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Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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- 1050–1350
-
modern
DialektRiwf.
Lothringisches Wb. · +2 Parallelbelege
Riw [rîw fast allg.; réiw Bo. ; rip D. Si. ; rûb Ri. Hom. Rom. Ha. ; réïp Oberk. — Pl. rîwə, réïwən, ribən, rûwə, réïbən…
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit riw
81 Bildungen · 74 Erstglied · 2 Zweitglied · 5 Ableitungen
riw‑ als Erstglied (30 von 74)
Riwäckelchen
RhWB
Riwäckelchen = Lerche (s. d.);
RÎWALÎN
BMZ
RÎWALÎN nom. propr. könig von Lohneis Parz. 73.
Riwalt
MeckWB
Riwalt PN. in dem Scherznamen für den Pique-König des Kartenspiels: Riwalten sin Baster Ro Klock . — Mnd. ribalt verwegener Bursche.
Riwand
MeckWB
Riwand f. Kleemstakenwand in der Scheune, durch die die Kornbanse von der Dreschdiele abgetrennt wird: Riwand Blume 78; Sta Schönb ; Lu; Wa;…
Riwbrett
MeckWB
Riwbrett n. Maurerwerkzeug zum Verstreichen des Putzes Wa; Ro Dob ; Syn. Strikbrett. — Kü. 2, 637; Me. 4, 94.
Rīwebak
WWB
Rīwe-bak m. Gefäß zum Reiben der Kartoffeln für Pfannkuchen ( Ahs St).
riwebære
KöblerMhd
riwebære , Adj. Vw.: s. riuwebære
riwec
KöblerMhd
riwec , Adj. Vw.: s. riuwic
rīweduᵉr
WWB
rīwe-duᵉr Adv. geradeaus. Gümmer rūiwe duüer ( Hfd Hi).
Rīwehändeken
WWB
Rīwe-händeken n. kleiner Verschwender ( Sos SchmB ).
rīwehändig
WWB
rīwe-händig Adj. [ Lst Wbg Bri] verschwenderisch.
Rīweīsern
WWB
Rīwe-īsern n. [verstr.] 1. Raspel, Reibe, Reibeisen. — Ra.: Stump wie ’n Riwoisen (von einem Messer) sehr stumpf ( Höx Lü ). — 2. altes, stu…
Rīwekǟse
WWB
Rīwe-kǟse m. Reibekäse ( Lst We).
Rīwekartūfele
WWB
Rīwe-kartūfele f. dicke Kartoffel zum Reiben und Kuchenbacken ( Mes Br).
Rīwekloªwe
WWB
Rīwe-kloªwe m. [ Isl Alt Olp] zangenartiges Eisen zum Festhalten von scharfkantigen Eisenteilen.
Rīweknoªke
WWB
Rīwe-knoªke m. gebleichter, starker Knochen zum Geschmeidigmachen der Leinwandränder am Webstuhl ( Wal Ro).
Rīwekok
WWB
Rīwe-kok m. verschwenderische Frau, die nicht ordentlich haushalten kann ( Alt Al).
Rīwekō¹ke
WWB
Rīwe-kō¹ke m. [ Dor MSauerl KSauerl, sonst verstr. (WMünsterl Tek Pad)] Kartoffelpfannkuchen, Reibekuchen.
Rīwekō¹kengesichte
WWB
Rīwe-kō¹ken-ge-sichte n. [ Alt Olp] pickeliges, pockennarbiges Gesicht.
Riwel I
RhWB
Riwel I,
Riwel II
RhWB
Riwel II,
Riwels
MeckWB
Riwels n. Geriebenes, bes. die zerriebenen Kartoffeln als Rückstand bei der Kartoffelmehlbereitung: dat Riwels blew in dat Tääms, dat Mähl f…
Rīwelsket
WWB
Rīwelsket n. geriebene Kartoffel ( Mes Br).
Rīwelße
WWB
Rīwelße n. geriebene Kartoffeln für Puffer und Pickert ( Det Is).
Rīwemüᵉlen
WWB
Rīwe-müᵉlen f. Ruiben - Reibemühle in der Küche ( Hal Bh).
riwen
KöblerMhd
riwen , st. V. Vw.: s. riuwen (1)
Rīwenāgel
WWB
Rīwe-nāgel m. Nagel für das→ Rīwe-īsern Bed. 3 ( Olp Ro).
Rīwepannekō¹ke
WWB
Rīwe-panne-kō¹ke m. [WMünsterl Unn Sos] Kartoffelpfannkuchen, Reibekuchen.
Rīweplätseken
WWB
Rīwe-plätseken n. [bes. SWestf] Kartoffelpfannkuchen, Reibekuchen. — Ra.: He hät ’nen Rieweplätzken up’n Kopp hat eine Glatze ( Isl Wh).
Rīwepuffer(t)
WWB
Rīwe-puffer(t) m. Kuchen aus rohen Kartoffeln mit viel Fett und Rosinen, der in einer Kastenform im Backofen knusprig gebacken wurde ( Olp O…
‑riw als Zweitglied (2 von 2)
Chatze(n)griw
Idiotikon
Chatze(n)griw Band 2, Spalte 834 Chatze(n)griw 2,834
getriw
KöblerMhd
getriw , Adj. Vw.: s. getriuwe (1)
Ableitungen von riw (5 von 5)
beriwen
MeckWBN
Wossidia MeckWB beriwen a. Spr. umschnüren: 'vor towe dar de ketel wurde mede borivet' Rost.-Osl. Hand. (K.) 182. Etymologisch zu Rifel, rif…
entriwen
Lexer
en-triuwen , en-triwen s. triuwe.
gerīwen
WWB
ge-rīwen V. [ Ahs Stf] 1. bequem machen ( Stf Rh). — 2. dienen, helfen. Ik kann di d’r nich met gerīwen ( Ahs We).
Riwe
Wander
Riwe He is so riwe 1 as Jan Behrens, de lêt en Nösedrüppel inne Gribbelgrabbel 2 fallen. – Eichwald, 118; Frommann, V, 523, 565; Goldschmidt…
unrīwe
WWB
un-rīwe Adj. verschwenderisch, unfähig auszukommen, nicht wirtschaftlich ( Stf Ar).