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riffel

mhd. bis sprichw. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
13 in 11 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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Verweise raus
15

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

riffel f.

Bd. 14, Sp. 956
riffel, f. eine kammartige, mit spitzen eisenzähnen versehene vorrichtung, durch welche man den flachs zieht, um die samenkapseln desselben abzustreifen. Frisch 2, 120a. Stieler 1496. Schottel 1386. ein riffel, flachsriffel dentuld Dief. 174a, mataxa 351a, nov. gl. 130b. 248a, gloss. 485a unter rastrum. im ahd. ist ein schwaches fem. rifila belegt, welches rastrum, serra glossiert. das wort ist in der volkssprache Ober- wie Niederdeutschlands lebendig. im kärntischen trägt riffel neben der angegebenen noch die bedeutung eines mit eisernem kamme versehenen werkzeuges zum pflücken von heidelbeeren. Hintner 186. Schöpf 554. Schm. 3, 67; reffel Spiesz 192. Schmid 431; nd. repel, reppel brem. wb. 3, 482; repel, räpel ten Doornkaat-Koolman 3, 31b. daneben in hochd. form riffel 38a, nld. repel, engl. ripple. alem. heiszt die hechel raffel. Schmid 422. Hunziker 200, vgl. oben sp. 56 unter raffel 5. jemanden durch die riffel ziehen, wie jemanden durchhecheln Schm., Schöpf a. a. o. nd. ēn dör de repel hâlen. ten Doornkaat-Koolman a. a. o.; thu keinen durch die riffel zihn. H. Glaser regul. latino-germ. poet. 1, 13. riffel in der bedeutung 'rückrat bei thieren': schweinsriffel, riffelbraten. O. Böhme beitr. zu einem vogtl. wb. die riffel im sinne 'gezackter berggrat'. Schm. a. a. o.
1323 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    riffel

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    riffel , riffeln s. rifel, s. rifelen.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    riffelSb.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    riffel , Sb. nhd. Raffel, Raspel, Feile Hw.: s. rīve (1) E.: s. riffelen L.: MndHwb 2, 2125 (riffel) Son.: örtlich besch…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Riffel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Riffel , plur. die -n, S. das vorige, ingl. Flachsriffel.

  4. modern
    Dialekt
    Riffelf.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

     Riffel f. : ' kammartiges Gerät für die Flachsbearbeitung ', Riffel [ Krämer Gal 175]; vgl. Reff 1 g, Reffel , Riffelk…

  5. Sprichwörter
    Riffel

    Wander (Sprichwörter)

    Riffel Einen durch die Riffel (Hechel) ziehen. – Schöpf, 554. Holl. : Hij verdient eene roffel. ( Harrebomée, II, 225 b …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit riffel

47 Bildungen · 39 Erstglied · 6 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von riffel 2 Komponenten

rif+fel

riffel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

riffel‑ als Erstglied (30 von 39)

Riffel I

Idiotikon

Riffel I Band 6, Spalte 666 Riffel I 6,666

Riffel II

Idiotikon

Riffel II Band 6, Spalte 668 Riffel II 6,668

Riffelkamm

SHW

Riffel-kamm Band 4, Spalte 1403-1404

Riffelnase

SHW

Riffel-nase Band 4, Spalte 1403-1404

riffelbaum

DWB

riffel·baum

riffelbaum , m. der wagerecht liegende balken, in welchem die riffeln befestigt werden. Jacobsson 3, 419 b .

Riffelblech

RhWB

riffel·blech

Riffel-blech Altk , Siegld n.: mehrere mm starkes Bl., das in Überbrüchen gern als Standfläche benutzt wird; die Riffelung, d. h. die regelm…

riffeleisen

DWB

riffel·eisen

riffeleisen , n. 1 1) ein eisernes werkzeug, mit dem geriffelt wird. als schimpfwort von einem alten weibe: da ich nam das alte riffeleisen,…

riffelen

KöblerMnd

riff·elen

riffelen , sw. V. nhd. raffeln, riffeln, geriffelt? Hw.: vgl. mhd. rifelen E.: s. ahd. rīban* 42, st. V. (1a), reiben, abreiben, einreiben; …

riffelfeile

DWB

riffel·feile

riffelfeile , f. eine kurze, rundliche, etwas gekrümmte feile, der sich metallarbeiter bedienen. Jacobsson 3, 420 a .

Riffelgerte

RhWB

riffel·gerte

Riffel-gerte (s. S.) -fəl- u. -fəlts- f.: 1. Riffel 1 a, die dünnen Querhölzer, um die Stauchstävvenzen geflochten u. mit Lehm beworfen Aden…

riffelholz

DWB

riffel·holz

riffelholz , n. ein mit einer kerbe versehenes holz, werkzeug der schuster. Jacobsson 3, 420 a .

riffelig

RhWB

riffelig -ef- Barm Adj.: ausgefasert.

Riffel, II

RhWB

Riffel, II das Wort, zu dem man vgl. anord. reifar Pl. ‘Hülle, die um etwas gewickelt wird’, isl. reifa, norw. reiva ‘wickeln, binden’, schw…

riffelkamm

DWB

riffel·kamm

riffelkamm , m. dasselbe wie die riffel ( s. oben ) ten Doornkaat-Koolman 3, 38 a .

Riffelknopf

RhWB

riffel·knopf

Riffel-knopf -rivəltsknǫp Bo-Küdinghv m.: scherzh. kleine Schlafkammer über dem Stalle.

Riffelkorb

RhWB

riffel·korb

Riffel-korb -feltskørəf Eup m.: 1. Siebkorb, Aschensieb. — 2. übertr. verächtl. Gebiss aus langen Zähnen, zwischen denen durch Lockerung Hoh…

Riffelmaschin

MeckWB

riffel·maschin

Riffelmaschin f. Gerät zum Plissieren der Rüsche (Strich) an den Frauenmützen Leop. Tracht. 95 und Abb. 59; (1926) Sta Sal ; hd. Lautform st…

riffel als Zweitglied (6 von 6)

Blīligriffel

Idiotikon

Blīligriffel Band 2, Spalte 722 Blīligriffel 2,722

flachsriffel

DWB

flachs·riffel

flachsriffel , f. hami ferrei detrahendis capitibus lini: flachsriffel oder kiffel, mataxa, dentria, ritora. voc. 1482 h 7 b .

G(e)riffel

Idiotikon

G(e)riffel Band 6, Spalte 668 G(e)riffel 6,668

striffel

DWB

strif·fel

striffel , m., f., n. , kleiner streifen; mhd. striffel ' stragulum ' Scherz-Oberlin 2, 1584 aus einer ( elsäss. ) quelle der zeit um 1400; …

Tōte(n)g(e)riffel

Idiotikon

Tōte(n)g(e)riffel Band 6, Spalte 668 Tōte(n)g(e)riffel 6,668

Ableitungen von riffel (2 von 2)

geriffel

DWB

geriffel , n. 1 1) wie gereffel, das gesamte gebeine, gerippe, s. reff 5 und 6, nebenform gerüffel: ei du elendes geriffel eines geschundene…

Riffele

WWB

Riffele m. [verstr.] 1. rillenförmige Vertiefung bzw. rippenförmige Erhöhung: Furche auf Holz, Stein ( Min Ha ); Längsrinne ( Dor Wl ). Ne T…