Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Rekrut m.
Rekrut m.
Rekrut m. ‘Soldat in der ersten Ausbildungszeit’, frühnhd. (Plur.) Recrutten (Anfang 17. Jh.), Recruiten, (Sing.) Recruite f. (1. Hälfte 17. Jh.) ‘neu angeworbene Soldaten, neu geworbene Mannschaft, Ergänzungs-, Ersatzmannschaft’, (Sing.) Recrout m. (Mitte 18. Jh.), Recrut m. ‘neu geworbener Soldat, besonders solange er noch nicht zur Fahne geschworen hat’ (2. Hälfte 18. Jh.), entlehnt aus mfrz. (nordfrz.) recrute (1592, mit -t- durch nl. Einfluß?) neben mfrz. recreue ‘Ergänzung’, mfrz. frz. recrue ‘alle Soldaten, die eine Armee ergänzen, Nachschub’ (1550). Es handelt sich um das substantivierte Part. Perf. Fem. von afrz. recroistre ‘von neuem wachsen, Nachwuchs bekommen bzw. besorgen, ersetzen’, frz. recroître ‘wieder wachsen, wieder zunehmen’, aus lat. recrēscere ‘wieder (hervor)wachsen’; vgl. lat. crēscere ‘hervorkommen, (hervor)wachsen, zunehmen, ansteigen’. – rekrutieren Vb. ‘(Truppen) ergänzen, (Soldaten) anwerben, mustern, ausheben’, übertragen ‘stärken, mehren, wieder instand setzen’ (17. Jh., vgl. mfrz. recroistre ‘vergrößern, mehren’), ‘sich zusammensetzen, aus etw. ergänzen, zu einem bestimmten Zweck beschaffen’ (Mitte 19. Jh.), vom Substantiv abgeleitet (vgl. jüngeres nl. recruteeren, frz. recruter).