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rammeln

mhd. bis Dial. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
16 in 15 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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40
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

rammeln

rammeln

rammeln Vb. ‘decken, sich paaren’ (besonders von Hasen, Kaninchen), ahd. rammalōn, remmilōn (11. Jh.), frühnhd. rammeln ‘bespringen, begatten’ (von Böcken), nl. rammelen, iterative Ableitung von dem unter Ramme (s. d.) aufgeführten, im Nhd. untergegangenen Substantiv ahd. ram(mo), mhd. ram, rammel ‘Widder, Bock’, daher eigentlich ‘widdern, bocken’. In frühnhd. Zeit wird rammeln auch zu ‘(sich) balgen, raufen’ abgeschwächt. Dagegen geht die Verwendung des Verbs im Sinne von ‘(ein)rammen’, auch ‘heftig rütteln, stoßen’, als Neubildung von Ramme (s. d., auch Rammel) aus. Dazu gerammelt Part.adj. in gerammelt voll ‘voll bis obenhin, bis zum Rand’ (nach kräftigem Rütteln und Aufstoßen bei der Füllung eines Gefäßes, 19. Jh.), verallgemeinert ‘übervoll’. verrammeln Vb. ‘durch Hindernisse den Weg versperren’ (um 1800). – Rammler m. ‘Schafbock, Männchen von Hase, Kaninchen’, spätmhd. rammeler, remler ‘Widder während der Brunstzeit’, nl. rammelaar ‘männliches Kaninchen’.
975 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    rammelnswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    rammeln swv. BMZ lasciviosi ludi, lustlich mit einander rammeln Dfg. 319 c . ramlen und prunsten Zimr. chr. 3. 539,35 ;

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    rammelnsw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    rammeln , sw. V. Vw.: s. rammelen*

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rammeln

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Rammeln , verb. reg. welches in doppelter Gestalt üblich ist. I. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben. 1. * Eigentl…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    rammeln

    Goethe-Wörterbuch

    rammeln 1 refl: sich herumjagen, raufen, balgen [ mBez auf die Vagabunden der ersten Fassung von Goethes ‘Claudine von V…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Rammeln

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Rammeln , von Hafen und Kaninchen, soviel wie sich begatten; s. Rammler .

  6. modern
    Dialekt
    RammelnPl.

    Lothringisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Rammeln [ràməln Vbg. ] Pl. Frosch- und Krötenlaich. s. d. folgende.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rammeln

10 Bildungen · 2 Erstglied · 4 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von rammeln 2 Komponenten

ramm+eln

rammeln setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

rammeln‑ als Erstglied (2 von 2)

rammeln II

RhWB

rammeln II = begatten s. bei Rämmel I.

rammeln III

RhWB

rammeln III -a- das Wort, ndl., mndl., fries. rammelen entsprechend, im Ablaut zu rummeln, ist zunächst am lrip. WRand u. daran anschliessen…

rammeln als Zweitglied (4 von 4)

anrammeln

DWB

anrammeln , oppilare, einrammeln: das pflaster anrammeln.

ausrammeln

DWB

aus·rammeln

ausrammeln , coire desinere, von schafen, katzen und hasen. Fischart setzt es transitiv für aushecken: welche ein trunkener münch und ungele…

einrammeln

DWB

ein·rammeln

einrammeln , fistuca adigere: pfäle einrammeln. Heilmans Thuc. 572 ; ihr sprecht von gold, wir hatten viel gesammelt, in fels und hölen heim…

fastrammeln

MeckWBN

fast·rammeln

Wossidia fastrammeln ä. Spr. festrammen: 'alle Rückpföste ... tüchtig fest rammeln lassen' Ferb. Contr. 1, 48.

Ableitungen von rammeln (4 von 4)

berammeln

MeckWB

berammeln bespringen, von mnd. ram Widder; übertr. vom menschlichen Geschlechtsverkehr Sta Dros ; Wa.

errammeln

DWB

errammeln , ludendo, saltando obtinere, reficere: auf solche wol erschnaufte und errammelte abdawung entschlossen sie sich eben auf derselbe…

verrammeln

DWB

verrammeln , verb. 1 1) durch einrammeln von pfählen den weg versperren: die thüre war verrammelt und von auszen so geschickt verschüttet un…

zerrammeln

DWB

zerrammeln , verb. , zerstoszen, zerwühlen ( zu rammeln 4 c, th. 8, 78): z. durch vieles rammeln ( wälzen, balgen ) ganz aus seiner ordnung …