Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Pumpernickel m.
Pumpernickel m.
Pumpernickel m. schwarzbraunes, rindenloses Brot aus Roggenschrot mit leicht süßlichem Geschmack, (westfälisches) Schwarzbrot. Der zuerst 1628 bezeugte Ausdruck steht als Schimpfwort für einen ungeschlachten, groben Menschen. Das Grundwort Nickel, die als Schelte gebrauchte Kurzform von Nikolaus (s. Nickel), ist hier verbunden mit dem Bestimmungswort Pumper in der Bedeutung ‘Furz’, so daß das Schimpfwort etwa als ‘Furzkerl’ aufzufassen ist. Wegen seiner blähenden Wirkung wird das schwer verdauliche Brot seit 1654 (anfänglich spöttisch) Pumpernickel genannt. Pumper ‘dröhnender Ton, Gepolter, Furz’ gehört zu lautmalendem pumpen, pumpern, pompern ‘dröhnen, pochen, krachen, furzen’, mhd. pumpern, pümpern ‘hämmern, pochen’. Dazu auch Pimpf m. im 19. Jh. abschätzig ‘kleiner Junge, Kerl’, für einen Heranwachsenden, der höchstens ein Pümpflein, einen Pimpf, nicht aber einen Pumpf oder Pumper (s. oben) zustande bringt; demnach eigentlich ‘kleiner Furz’. Pimpf wird erst nach 1900 ohne verächtlichen Beiklang im Sinne von ‘kleiner Kerl’ als Bezeichnung der Jüngsten in der Jugendbewegung allgemein bekannt. Heute kaum noch gebräuchlich.