Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
prusten
prusten
prusten Vb. ‘schnauben, schnaufen, laut blasen, niesen, plötzlich in Lachen ausbrechen’. Mnd. nd. prūsten ‘niesen, schnauben, fauchen’, eigentlich ‘einen brausenden Ton hören lassen’, wird gegen Ende des 16. Jhs. in die Literatursprache aufgenommen. Lautmalenden Urspungs. Vergleichbar sind anord. frysa, frusa ‘schnauben (von Pferden)’, schwed. frusta ‘schnauben, schnaufen, prusten’, außergerm. aind. pruṣṇṓti ‘besprengt, beträufelt, näßt’, lit. praũsti ‘waschen’, aruss. prysnuti ‘in Bewegung geraten (vom Meer)’, russ. prýskat’ (прыскать) ‘spritzen, besprengen’, die den Ansatz eines lautmalenden ie. *preus- zulassen mit einer Wurzel ie. *per(ə)- ‘sprühen, spritzen, prusten, schnauben’ bzw. *(s)p(h)er- ‘streuen, säen, sprengen, spritzen, sprühen’ (s. sprühen).