Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
prûsten
beide 14. Jh.) und Gl. in Rom, Vat. lat. 625 (12./
13. Jh.; vgl. Mayer 1974: 120): ‚heftig niesen,
schnauben; brutire‘ <〈Var.: metathiertes purst->〉.
Das Verb ist onomatopoetisch. – Mhd. prûsten,
brûsten sw.v. ‚prusten, niesen‘. Die unterblie-
bene Diphthongierung des Langvokals in nhd.
prusten sw.v. ‚Atemluft mit dem Geräusch des
Sprudelns, Blasens oder Schnaubens heftig aus-
stoßen, in Lachen ausbrechen‘ zeigt die ndd.
Herkunft des Wortes, das Ende des 16. Jh.s in
die Literatursprache aufgenommen wird.