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Prudel

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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4 in 4 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Prudel

Bd. 3, Sp. 852
Der Prudel, des -s, plur. ut nom. sing. 1) Der dicke sichtbare Dampf, welcher von einem Körper aufsteiget, besonders von siedendem Wasser, wie Brodem, und ohne Plural. Bey den Müllern führet der Dampf, der von dem Steine aufsteiget, besonders wenn geringes Getreide aufgeschüttet wird, den Nahmen des Prudels. 2) Ein mit einem Geräusche hervor quellendes Wasser. So heißt z. B. in dem Carlsbade die warme Hauptquelle mitten in der Stadt der Prudel. 3) Bey den Jägern ist der Prudel so viel als ein Sumpf oder eine Pfütze, worin Hirsche und wilde Schweine sich abzukühlen pflegen; eine Suhle, Suhlache, ein Bad. Anm. In den beyden ersten Bedeutungen ist es eine Nachahmung des Schalles; welchen kochende und dampfende Körper gemeiniglich von sich geben, und da gehöret es zu brauen, Brühe, Brodem und sprudeln. In der dritten Bedeutung scheinet es zunächst zu Brühl zu gehören, S. dieses Wort; und da würde es ein Abkömmling von Brud seyn, welches noch im Wendischen einen Morast bedeutet, oder von Brod, im mittlern Lateine Brodium, im Ital. Broda, Brodo, Brühe. Einige Mundarten sprechen es auch Prodel, Prödel aus. S. auch Aschenbrödel.
1139 Zeichen · 18 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Prudel

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Prudel , des -s, plur. ut nom. sing. 1) Der dicke sichtbare Dampf, welcher von einem Körper aufsteiget, besonders vo…

  2. modern
    Dialekt
    PrudelPl.

    Mecklenburgisches Wb.

    Wossidia Prudel Pl. -s m. Fehler beim Strumpfstrikken: Prudel maken H. Schröd. Krä. 27; Sta Stargard@Neubrandenburg NBra…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit prudel

17 Bildungen · 8 Erstglied · 9 Zweitglied · 0 Ableitungen

prudel‑ als Erstglied (8 von 8)

prūdelen

WWB

prūdelen V. eine Arbeit schlecht verrichten, pfuschen ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor WWB-Source:153:Köppen Köppen …

Prudeler

Campe

† Der Prudeler , — s, Mz . gl. einer der prudelt. S. Campe Prudeln II ).

Prūdelīe

WWB

Prūdelīe f. 1. Pfuscherei ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor WWB-Source:153:Köppen Köppen ). — 2. Gewirr ( Kr. Waldeck…

prudelig

MeckWB

Wossidia prudelig schlecht genäht Schmidt Gad. 3, 114.

prudelinghe

KöblerMnd

prudelinghe , F. Vw.: s. prundelinge

Prudellis'

MeckWB

prudel·lis

Wossidia Prudellis' f. ein Mädchen, das schlecht näht oder strickt (1890) Wa.

prudel als Zweitglied (9 von 9)

berggesprudel

DWB

berg·gesprudel

berggesprudel , n. scaturigo montana: wo uns schattet der wald, wo berggesprudel uns tränket. Voss.

edelsprudel

DWB2

edel·sprudel

edelsprudel m. sekt: 1965 ebd. 37,64. DWB2 β hochentwickelte oder hochgezüchtete tiere, pflanzen, in der rassenkunde auch menschen:

gesprudel

DWB

ges·prudel

gesprudel , n. das sprudeln: wie wenn ein meister in erz die holzaxt oder das schlichtbeil taucht in kühlendes wasser, das laut mit gesprude…

schaumgesprudel

DWB

schaum·gesprudel

schaumgesprudel , n. das sprungweise aufwallen des schaumes, das kochen, moussieren: aus dem schaumgesprudel ( des kelches ) stiegen holder …

Ūtsprūdel

WWB

Ūt-sprūdel m. [ Kr. Minden Min Hfd] Ausschlag aus dem Wurzelstock (bei Stauden und Sträuchern) (Frbg.).