Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
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1Posten m. ‘Standort für eine (militärische) Wache, auf Wache stehender Soldat’ (1. Hälfte 18. Jh.), mit Endungs-n aus den obliquen Kasus für älteres Post(e) m. (17. Jh.) und Posto (nur in der Wendung Posto fassen, 17. Jh.), auch Post f. ‘Standort’ (17. Jh.; fem. Gebrauch nach ital. posta ‘festgesetzter Platz’, s. Post). Entlehnt aus ital. posto m. ‘Ort, Platz, Standort, Stellung’, das auf lat. positus, die mask. Form des Part. Perf. von lat. pōnere ‘setzen, stellen, legen’, auch ‘festsetzen’, zurückgeht und eine Fügung wie lat. positus locus ‘festgesetzter Ort’ voraussetzt. Der militärische Ausdruck wird im 18. Jh. auf den Standort im bürgerlichen Leben übertragen mit der Bedeutung ‘berufliche Stellung, (Arbeits)stelle, Anstellung, Amt, Stellung innerhalb einer (organisierten) Vereinigung’. – postieren Vb. ‘an einem bestimmten Ort als Wache aufstellen, an einen bestimmten Ort zur Beobachtung hinstellen’ (17. Jh.), vgl. frz. poster, ital. postare ‘Posten aufstellen’.