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Pökel

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Pökel

Bd. 3, Sp. 801
Der Pökel, des -s, plur. car. Salzwasser, besonders das Salzwasser über dem eingesalzenen Fleische oder Fischen. Fleisch in den Pökel legen, d. i. es einsalzen. Anm. Im Nieders. und Holländ. lautet dieses Wort Päkel, im Oberd. Piechel, im Engl. Pickle. Für das Zeitwort pökeln ist im Hochdeutschen einpökeln üblicher. Allein im Nieders. gebraucht man pökeln nicht nur thätiger Weise, sondern auch als ein Intransitivum, in Pökel verwandelt werden. Das Salz pökelt schon, d. i. es schmilzt schon auf dem Fleische. Gemeiniglich leitet man dieses Wort von einem gewissen Wilhelm Bökel oder Beukelszoon von Biervliet her, der die Kunst, Fleisch und Häringe einzusalzen, um das Jahr 1337, oder nach andern 1394 erfunden haben soll. Ihre hat dieser schon von Richey verlachten Ableitung ein neues Ansehen zu geben gesucht. Allein sein Beweis gründet sich doch auf nichts weiter, als auf das sehr späte Zeugniß eines Nachkömmlings dieses Wilhelm Vökels, der auch darum nicht der Erfinder dieser Kunst seyn kann, weil sie unstreitig weit älter ist. Richtiger rechnet man daher das Wort Pökel entweder zu dem Griech. πηγος, Salz, oder auch zu dem alten Büch, Buk, Engl. Luck, Lauge, oder eine jede scharfe, beißende Feuchtigkeit, von welchem Worte unser Pökel das Diminutivum seyn kann. Siehe Beuchen. Im gemeinen Leben wird der Pökel, oder das Salzwasser, auch Lake genannt. S. dieses Wort.
1383 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Pökel

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Pökel , des -s, plur. car. Salzwasser, besonders das Salzwasser über dem eingesalzenen Fleische oder Fischen. Fleisc…

  2. modern
    Dialekt
    Pökel

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Pökel- s. Päkel-.

  3. Sprichwörter
    Pökel

    Wander (Sprichwörter)

    Pökel 1. Einem aus dem Pökel helfen. Aus der Verlegenheit, Noth u.s.w. 2. Er liegt im Pökel. – Frischbier, 565; Hennig, …

  4. Spezial
    Pökel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Pö|kel m. (-s,-) salmöra (-res) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit poekel

9 Bildungen · 9 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von poekel 2 Komponenten

poe+kel

poekel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

poekel‑ als Erstglied (9 von 9)

pökelei

DWB

pok·e·lei

pökelei , f. das einpökeln. Seume ges. schriften 3, 169 Zimm.

pökelfisch

DWB

poekel·fisch

pökelfisch , m. in pökel eingemachter fisch: ja noch von den vielen pökelfischen sagt' ich nichts. Voss Arist., die frösche 559 .

pökelfleisch

DWB

poekel·fleisch

pökelfleisch , n. , aus nd. pekelflesk, eingepökeltes fleisch ( s. pickelfleisch): böckel- und geräuchert fleisch. Felsenburg 1, 270; brod b…

Pökelhäring

Adelung

poekel·haering

Der Pökelhäring , des -es, plur. die -e, ein eingesalzener Häring, zum Unterschiede von den an der Luft getrockneten oder geräucherten Härin…

Pökelrogen

Campe

poekel·rogen

◎ Der Pökelrogen , — s, Mz . gl. gepökelter oder eingesalzener Fischrogen, besonders vom Hausen (Caviar ). C.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „poekel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/poekel/adelung?formid=P01362
MLA
Cotta, Marcel. „poekel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/poekel/adelung?formid=P01362. Abgerufen 14. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „poekel". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/poekel/adelung?formid=P01362.
BibTeX
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  title        = {„poekel"},
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