lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

pöbel

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
10 in 10 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
24
Verweise raus
19

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

pöbel m.

Bd. 13, Sp. 1950
pöbel, m. , mhd. und frühnhd. auch n. ohne plural; mhd. und md. seit dem 13. jahrh. povel, bovel (pavel Beheim buch von den Wienern 20, 19. 45, 25. 54, 20), mnd. popel, poppel (Schiller-Lübben 3, 361a f.), nhd. im 16. jahrh. bofel (th. 2, 218), pofel, poffel wie noch in den oberd. mundarten (s. 2), sonst mit umlaut pövel (vereinzelt schon im 15. jahrh.), pöfel, pöffel bis ins 17. jahrh. neben jetzigem pöbel, das schon in Luthers bibel vorkommt. das wort ist entlehnt aus prov. poble (altfrz. poblus = lat. populus), franz. peuple, dem die umgelauteten formen entsprechen. über den wechsel zwischen b, v, f s. theil 1, 1053. 3, 1210. 12, 2 f. 11) volk, volksmenge, einwohnerschaft, leute im allgemeinen, sodann (oft mit einem adjectiv) das gemeine, geringe volk, die niedern stände, endlich der grosze haufen, das gemeine, rohe volk, rohe leute überhaupt in bezug auf that, wort oder gesinnung. die allmähliche abstufung (wie im franz.) ergibt sich aus den folgenden chronologisch geordneten beispielen. 1@aa) mhd. bis ins 15. jahrh.: (man sah) manger slahte fremden bovel. Parz. 350, 29; die juncfrouwe erhôrte sân den bovel (var. povel) komen ûʒ der stat. 408, 3; sîn bovel (leute, dienerschaft) man dort vor ersach. 18, 22; von der stat des povels schar zogete allenthalben dar. Konrad troj. krieg 47809; Gâwein hieʒ an die wer daʒ povel alleʒ vallen. H. v. Türlin krone 10016; eʒ mac wol curteis povel sîn. Marner 11, 25 Strauch; ir povel, die andern Sarratzen, als die unwerlichen, sie lieʒen gên. kreuzfahrt 6280; da wart geladen die menig des volks und dahin chom ein groʒer povel. gesta Roman. 52a der Münchner handschrift; daʒ macht ein groszen schal in dem pofel uber al. Wittenweiler ring 40c, 23; das die stimm des povels veritas sei. Vintler 3881; und daucht den povel das gesetz ze hert. 4776; daʒ ander bövel slief. gesammtabenteuer nr. 55, 719; aber do Josua het gehört das böfel des schreienden volkes. bibel 1483 48b; die (patricier) wolten das regiment nicht auszer der hant in solich pöfel geben. Meisterlin 138, 17; als das also von dem .. freveln pöfel geschrien was. 135, 22. 1@bb) nhd. im 16. jahrh. 1@b@aα) pofel, poffel: gemain pofel, die schlecht rot, vulgus. Aventin. 1, 391, 15. 397, 7; der gemain poffel in stetten und uff dem lant. Baumann quellen 2, 606; angegeben .. beim pofel und zu hofe. Ringwald geistliche lieder C 3. 1@b@bβ) pövel, pöfel (böfel), pöffel: dann ob wohl ein rath, die väter und die guten darwider weren, es würd sich doch das pövel an uns miszbrauchen und vergessen. Schöfferlin Liv. 37, pöfel 18; den pöfel hetzen ... toll und töricht machen. Luther 3, 39b; das da nicht der pöfel, sondern oberkeit das werk gefrt hat. 40a; der pöfel ist zu bOese. 4, 220b; also der pöfel, so sie hOeren von der freiheit, wissen sie nicht, was solche freiheit ist. 7, 18b; wie der gemein pöfel mit den heiligen und walfarten öffentlich abgötterei treibt. 6, 447b; so doch .. diser arm pöffel .. im land und rechten stand ist blieben. an die radherrn D 1b; das gmain torecht pöfel. Aventin. 4, 814, 8; davon .. auch unser gemain pöfl vil zu sagen wais. 535, 6; der pöffel und gemaine man. Baumann quellen 1, 447; der pöffel und verdorben leut. 456; und wolt dem tollen pöffel fein ein solche meinung sagen ein. E. Alberus 68b; ein rath dem pöfel underthon. Schwarzenberg 118b; und ist ein solch geleuf von gemainen pöffel entstanden. Zimm. chron.2 3, 544, 42; solch des gemainen pöfels murbeln. 456, 21; (er liesz) die porten verwarten, damit der pöfel nit zue lief und das getreng vom gemainen haufen zu grosz würde. 3, 181, 14; ja der papst selbs, so wol als der gemein pöffel .. ins fegfeuer dantzen müszten. Fischart bienenk. (1580) 110a; schalten Güntern und seinen anhang für ketzer und erregten .. den gemeinen pöfel gegen sie. Schütz Preuszen 109; wie man in dem Josepho list, dasz der gmain pöffel gwesen ist zu Jerusalem also frei. Ayrer 749, 32. sprichwörtlich: des böfels lob helt nicht die prob. Frank sprichw. 1, 133a; dem böfel kan niemand recht thun. 2, 17a; dem böfel weicht auch der teufel. 100b. 1@b@gγ) pöbel: und wird ewr wenig pöbels uberbleiben. 5 Mos. 28, 62; Ruben lebe und sterbe nicht, und sein pöbel sei gering. 33, 6; da bückt sich der pöbel, da demütigen sich die junkern. Jes. 2, 9; dein pöbel wird durchs schwert fallen und deine krieger im streit. 3, 28; darumb fellet inen ir pöbel zu, und lauffen inen zu mit hauffen, wie wasser. ps. 73, 10; ich bin gram .. dem tollen pöbel zu Sichem. Sir. 50, 28; das sie aber den unordigen pöbel erwecken und rottisch machen. Luther 3, 40a; der bübel und das gemein volk. Ickelsamer clag etlicher brüder 63a, dazu stimmt bairisch der gmain bibl Schm.2 1, 384. 1@cc) im 17. bis in den anfang des 18. jahrh. 1@c@aα) pövel, pöfel, pöffel: Vireno. der keuschheit wird umsonst gespüret und gestellt, Olympia. die leicht doch in den mund des blinden pövels fällt. Vireno. des pövels toller mund wird nicht, was keusch, entehren. Olympia. man sol den pövel nichts von keuschen reden hören. Gryphius trauersp. 304 P.; der gemeine pöfel. Opitz poet. 2, übertragen der gantze pöfel des gestirnes 2, 256, der sternen pöfel Fleming 55; gleich die den pöfel (leute, mannschaften) führen, versorgen alle wacht. Spee trutzn. 97 B.; durch der tugent kunst dem pöfel fern entzogen. Weckherlin 388; der pöfel (der gemeine mann) pfleget sie zu nennen die churfürstin Elisabeth. 347; nur dasz Pilat mit macht dem tollen pöfel wehr'. S. Dach 246 Öst.; blind ist oftmahlen der pöfel, das er dasselbe wohlgethan heiszet, was zum verderben der nähiste weg ist. Micrälius Preuszen 3, 460; worumb lasset ihr nicht den groben unverständigen pöffel und haltet euch, als ein rechtschaffener herr, zu ewers gleichen? Zinkgref 1, 318; was dem närrischen pöfel gefället. Schuppius 746 f.; hergegen misbraucht der pöfel (verstehe die geringsten leute und gleichsam die häfen in einem stat) der vernunft ... auf tausend arten. Butschky rosenth. 760 (354); die keine lust gerührt was höhers zu genieszen, und sich der tugenden des pöfels hat beflieszen, und nach gemeiner art die frömmigkeit geliebt. Hoffmannswaldau sterb. Socrates 52. sprichwörtlich: der pöfel sucht neuerung. Lehmann 586, 2; wer dient dem pöfel, der hat undank. 587, 10; der pöfel ist wie sand, darauf nichts zu bauen. 588, 24 u. öfter. 1@c@bβ) pöbel, vulgus, plebs Schottel 1377: wer streitet wieder gott, der schlegt sich selbst aufs maul und wird des pöbels spott. Fleming 6; und sol sich ein weiser durch des pöbels sinn nicht bewegen lassen, sintemahl der pöbel ein tier mit vielen füszen ohne haupt fürstelt. Butschky Patmos 177 (132); des pöbels gunst suchen, der pöbel ist wetterwendisch u. a. bei Aler 1541b. 1@c@gγ) popel, pöpel (= franz. peuple): der popel hatt aberglauben, aber die ehrliche leutte und leutte von condition gar nicht. Elis. Charl. (1867) 382; bei dem pöpel musz man nicht viel raison suchen; sie haben keine undt der englische pöpel noch weniger alsz andere .. nichts in der welt ist gefährlicher, alsz in die wuht vom pöpel zu fahlen. (1871) 677. 1@dd) einige neuere beispiele: der pöbel hat sich nie zu denken unterwunden, er sucht die wahrheit nicht und hat sie doch gefunden. Haller gedanken über vernunft u. s. w. 11; was wahre tugend ist, wird nie der pöbel kennen. die falschheit menschlicher tugend 84; wenn gleich eine henne gegen einen phönix gerechnet, nur unter den pöbel des federviehs zu gehören scheint. J. E. Schlegel ästhet. u. dramaturg. schriften 150, 18 neudruck; pöbel schlägt sich und pöbel verträgt sich. Kant 5, 312 (vgl.pack 2, b); der pöbel der vernünftler schreit, wie gewöhnlich, über ungereimtheit und widersprüche. 2, 509; also sehn gottesläugner, der pöbel, aus düstern gewölben, wenn das hohe gewitter am donnernden himmel heraufzieht. Klopstock Mess. 2, 234; ihr dichter, welche feur und geist des pöbels blödem blick entreiszt. Lessing 1, 104; er (Göze) spricht also mit dem pöbel die sprache des pöbels. 10, 196; wenn nur der pöbel, der liebe pöbel fein in dem gleise bleibt! 10, 208; wie in dem bestialischen Rom ... menschen .. gemartert und gemordet werden, zur schaulust eines wahnsinnigen unteren und oberen pöbels. Göthe 43, 407; solcher fehler ... zeihet der pöbel mich. 1, 330; das fühlt .. auch der roheste unter dem pöbel. Schiller 1, 33; der pöbel hatte sich auf dem plaz versammelt. 4, 175; auch ein mensch von feinen sitten kann zuweilen .. an dem kontrast zwischen den sitten der feinern welt und des pöbels sich belustigen. 10, 209; wie flogen des pöbels rabenschwärme dir (dem minister) aus dem wege so bang. Lenau (1880) 1, 125; ich zieh nicht mit, wenn sich der pöbel spannt vor'm siegeswagen seiner eiteln götzen. H. Heine buch der lieder 52 neudruck. pöbel sein in adjectivischem sinne von pöbelhaft (vgl. th. 2, 218): lasz von den grazien dir eine gattinn wählen, die nicht von den gemeinen seelen .. .. ohne zärtlichkeit und lauter pöbel sei. Uz 2, 302; die sinnlichkeit, die an sich pöbel ist, weil sie nicht denkt. Kant 10, 141. 22) bair. der gmain pefl (im bair. walde pibl) im sinne des schriftdeutschen pöbel Schm.2 1, 384; sonst kennen die oberdeutschen mundarten nur die alte unumgelautete form pofel, pafel in weiterer, auch auf sachen angewendeter bedeutung: eine grosze menge, gewimmel, österr. ein pofel leute, schafe u. s. w. Höfer 2, 342. Castelli 90; schweizerisch bofel, boffel, eine grosze herde vieh Stalder 1, 197; bair. pofel, eine lästige menge von dingen, sodann bei kaufleuten alte verlegene ungangbare waare, ausschusz Schmeller a. a. o., schwäb. pofel, pafel Schmid 37 (vgl. Rückert brahm. 11, 60); kärnt. poufl, der beim zusammenrechen des getrockneten klees am boden zurückbleibende gepulverte rest, dann eine schlechte sache überhaupt Lexer 34 f.; tirol. pôfel, das letzte gras auf den wiesen, das man die thiere abweiden läszt. Schöpf 513.
9936 Zeichen · 253 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Pöbel

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Pöbel , des -s, plur. inus. 1. Das gemeine Volk, der größte und niedrigste Haufe in einem Staate, der große Hause. E…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Pöbel

    Goethe-Wörterbuch

    Pöbel a kollektivierend für die unter(st)e Gesellschaftsschicht, das gemeine Volk bzw deren/dessen (zufällig) anwesende …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pöbel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Pöbel (v. lat. populus , franz. peuple ), die niedrigste Klasse eines Volkes, insofern sie sich durch Mangel an Bildung …

  4. modern
    Dialekt
    Pöbelm.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Pöbel m. : ' Gesindel ', Pewel (pēwəl) [KU-Schmittw/O KL-Gimsb. u. Umg.]. Syn. s. Gesindel . — Zu frz. peuple. — Südhess…

  5. Sprichwörter
    Pöbel

    Wander (Sprichwörter)

    Pöbel 1. Böser Pöbel braucht viel Ruthen und Hirten. – Sutor, 896. Er soll schwer zu ziehen und zu regieren sein. Was di…

  6. Spezial
    Pöbel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Pö|bel m. (-s) jentöm (-s) m. , massa (masses) f. , ciamercia (-ces) f. , jentaia (-ies) f.

Verweisungsnetz

37 Knoten, 34 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 4 Kompositum 27 Sackgasse 6

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit poebel

79 Bildungen · 78 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von poebel 2 Komponenten

poe+bel

poebel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

poebel‑ als Erstglied (30 von 78)

pöbelandrang

DWB

poebel·andrang

pöbelandrang , m. : dieses ( das judenquartier ) war mit starken mauern versehen, auch mit eisernen ketten vor den thoren, um sie gegen pöbe…

Pöbelanführer

Campe

poebel·anfuehrer

◎ Der Pöbelanführer , — s, Mz . gl. der Anführer des Pöbels, bei verschiedenen Gelegenheiten, z. B. in einem Aufstande oder während einer Pö…

pöbelart

DWB

poebel·art

pöbelart , f. : ich zeige mich in pöbelart versunken. H. Heine buch der lieder 53 neudruck.

pöbelaufstand

DWB

poebel·aufstand

pöbelaufstand , m. : auf die massen gestützt, hoffte er ( Danton ) sich seiner gegner .. durch einen pöbelaufstand .. entledigen zu können. …

Pöbelauftritt

GWB

poebel·auftritt

Pöbelauftritt ‘Straßen-, Markt- und Pöbel-Auftritt’ für: öffentliches Erscheinen vor heterogenem, eher ungebildetem Zufallspublikum 33,266,2…

pöbelblendwerk

DWB

poebel·blendwerk

pöbelblendwerk , n. : alles leere pöbelblendwerk ward verworfen und wir wandelten in lauter leben. Heinse Ardingh. 2, 279 .

pöbelblut

DWB

poebel·blut

pöbelblut , n. : nimmermehr, dasz solche für dich aus argem pöbelblut aufwuchs ( de scelesta plebe dilectam )! die so treu dich liebet, ... …

pöbelei

DWB

pöbelei , f. etwas pöbelhaftes: auch die alten hatten ihre pöbeleien im drama, in der satire, wenn es zweck und eigenheit foderte. Sturz 1, …

pöbeler

DWB

pöbeler , m. plebejer, plebicola, ein pöfeler Stieler 2389 .

pöbelfreund

DWB

poebel·freund

pöbelfreund , m. freund des pöbels: dasz nicht mein pöbelfreund ... mich reisze herschweis weg. Schottel 1007, 53 .

pöbelfrucht

DWB

poebel·frucht

pöbelfrucht , f. : der kornwucherer. ewig sei von mir verflucht du verhaszte pöbelfrucht ( kartoffel ). Langbein (1852) 2, 366 .

pöbelfurcht

DWB

poebel·furcht

pöbelfurcht , f. : Daniel. gott sei euch gnädig! Franz. pöbel - weisheit, pöbelfurcht! — es ist ja noch nicht ausgemacht, ob das vergangene …

pöbelgefolge

DWB

poebel·gefolge

pöbelgefolge , n. : jeder ( der drei geächteten ) mit wildem, groszem pöbelgefolg. Grabbe 2, 150 .

pöbelgeiz

DWB

poebel·geiz

pöbelgeiz , m. : und pöbelgeiz und schwindel spornte jeden, den geist der nation zu tödten. Seume ges. schriften 4, 393 Zimmermann.

pöbelgesinde

DWB

poebel·gesinde

pöbelgesinde , n. : denn ob wol ein raht und die väter oder die guten darwider weren, so wird doch das pöfelgesind an uns miszbrauchen und v…

pöbelglaube

DWB

poebel·glaube

pöbelglaube , m. , vgl. pöbelwahn : dieser pöbelglaube der unwissenden. Herder bei Campe.

pöbelgriff

DWB

poebel·griff

pöbelgriff , m. griff nach dem pöbel, nach pöbelhaften ausdrücken: dem seine stümpelei nach pöbelgriffen glükket. Schottel 1009, 79 .

pöbelhaft

DWB

poebel·haft

pöbelhaft , adj. und adv. dem pöbel eigen und gemäsz, in der art und weise desselben, roh, gemein. vgl. pöbelmäszig . 1 1) adjectiv: seine t…

pöbelhaftig

DWB

poebel·haftig

pöbelhaftig , adj. was pöbelhaft: von pöbelhaftigen begierden würd ich und du befreit. Pyra u. Lange lied. 35 neudruck. davon die pöbelhafti…

pöbelhasz

DWB

pöbelhasz , m. : das blut ist deines herzens der liebe heiszer quell, wiewohl er sich am gletscher des pöbelhasses bricht. Platen 2, 31 ; we…

pöbelhauch

DWB

poebel·hauch

pöbelhauch , m. : alles flieht uns! ist entronnen — ehre, der pöbelhauch! er hauche weg! Herder bei Campe.

pöbelhaufe

DWB

poebel·haufe

pöbelhaufe , m. : mit verlust desz guten namens einen guten freund erkauffen, eignet nicht den weisen leuten, nur dem blinden pöfel-hauffen.…

pöbelheer

DWB

poebel·heer

pöbelheer , n. : Haman. du weiszt wieviel es uns mühe gemacht bis wir es haben so weit gebracht an herrn Christum nicht zu glauben mehr, wie…

pöbelherrschaft

DWB

poebel·herrschaft

pöbelherrschaft , f. : gewöhnlich sagt man, dasz die regierungsform Roms von August an monarchisch gewesen sei. dagegen möchte wol mit grösz…

Pöbelherrscher

Campe

poebel·herrscher

◎ Der Pöbelherrscher , — s, Mz . gl. derjenige Herrscher, der bei Pöbel beliebt und in Ansehen ist, durch denselben herrscht (Ochlocrat ). C…

Ableitungen von poebel (1 von 1)

gepöbel

DWB

gepöbel , n. das niedere volk, gesindel, s. pöbel : gepüfel, gepoffel, gebufels Dief.-Wülcker 612 ; gepöfel Stieler 2389 . Holtei Lammfell 1…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „poebel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/poebel/dwb?formid=P05903
MLA
Cotta, Marcel. „poebel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/poebel/dwb?formid=P05903. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „poebel". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/poebel/dwb?formid=P05903.
BibTeX
@misc{lautwandel_poebel_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„poebel"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/poebel/dwb?formid=P05903},
  urldate      = {2026-05-09},
}