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Pathe

nhd. bis sprichw. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Pathe

Bd. 3, Sp. 671
Der Pathe, des -n, plur. die -n, Fämin. die Pathe, plur. die -n, ein Wort, welches noch in einer doppelten Beziehung gebraucht wird. 1) Eine Person, welche ein Kind aus der Taufe hebt, dasselbe zur Taufe darbringt; doch nur in Rücksicht auf den Täufling, dagegen eine solche Person in Rücksicht auf die Ältern des Kindes und auf die übrigen Taufzeugen Gevatter und Gevatterinn heißt. Er ist mein Pathe, er hat mich aus der Taufe gehoben. Sie ist seine Pathe, hat ihn aus der Taufe gehoben. S. Taufzeuge. In einigen Gegenden lautet es im weiblichen Geschlechte die Pathinn, dagegen in andern der Pathe auch wohl von beyden Geschlechtern gebraucht wird. In der Römischen Kirche werden die bey der Firmelung nöthigen Zeugen gleichfalls Pathen genannt. Im Angels. heißt ein Pathe Godfaeder, Godmoder, Engl. Godfather, Godmother, und im Schwed. Gudfader und Gudmoder, S. Gevatter. In Franken hat man dafür die Wörter Tod und im Fämin. Toda, in Baiern, der Schweiz und Schwaben God, Göte, im Fämin. Goden. 2) Der Täufling in Ansehung der Taufzeugen, Diminut. das Pathchen, Oberd. Pathlein. Carl ist mein Pathe, Friderica meine Pathe. In einigen Gegenden wird auch hier der Pathe von beyden Geschlechtern gebraucht. In den vorhin genannten Oberdeutschen Provinzen ist dafür gleichfalls Göt, Gödel, Göttj, und im Fämin. Gotte üblich. In der Römischen Kirche heißen auch die gefirmelten Personen in Ansehung der dabey gegenwärtigen Zeugen Pathen. Anm. Im mittlern Lat. in der ersten Bedeutung Pater spiritualis, auch nur Pater schlechthin, ingleichen Patrinus und im Fämin. Patrina. Gemeiniglich glaubt man, dieses Wort sey aus dem Lat. entlehnet, und mit der christlichen Religion zugleich in Deutschland eingeführet worden. Allein, um der zweyten Bedeutung willen ist dieses sehr unwahrscheinlich. Es hat vielmehr alles Ansehen, daß dieses Wort mit Vater Eines Geschlechtes ist, und ehedem einen jeden sehr nahen Anverwandten bedeutet hat, welches auch von den Oberdeutschen Tod und Göte gilt, wovon das erstere zu dem alten Atta, Tatte, Vater, das letztere aber zu Gatte gehöret. Bey unsern ältesten Schriftstellern kommt es freylich nicht vor; allein, da dieses insgesammt Oberdeutsche sind, so gebrauchen sie dafür das ihnen geläufigere Göte, welches sich unter andern auch in dem Schwabensp. findet.
2306 Zeichen · 37 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Pathe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Pathe , des -n, plur. die -n, Fämin. die Pathe, plur. die -n, ein Wort, welches noch in einer doppelten Beziehung ge…

  2. Sprichwörter
    Pathe

    Wander (Sprichwörter)

    Pathe 1. Beter e Pade als e Schade. 2. Die Poathen belieben 's Kind oazurieren, sagte der Pathe, und griff dem achtzehnj…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pathe

14 Bildungen · 12 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

pathe‑ als Erstglied (12 von 12)

Pathema

Herder

Pathema , griech., Leiden, Seelenleiden, Leidenschaft, Unglück; P. tologie , die Lehre von den Leidenschaften.

Pathengêld

Adelung

pathe·n·geld

Das Pathengêld , des -es, plur. doch nur von mehrern Summen, die -er, ein Pathengeschenk an Gelde; der Pathenpfennig, im mittlern Lat. Filio…

Pathengeschênk

Adelung

pathe·n·geschenk

Das Pathengeschênk , des -es, plur. die -e, dasjenige Geschenk, welches die Pathen dem Täuflinge bey der Taufe oder gleich nach derselben zu…

Pathengroschen

Campe

pathe·n·groschen

Х Der Pathengroschen , — s, Mz . gl. der Pathenpfennig, — es, Mz. — e, s. Pathengeld .

Pathenpfênnig

Adelung

pathe·n·pfennig

Der Pathenpfênnig , des -es, plur. doch nur von mehrern Summen, die -e, S. Adelung Pathengeld .

Pathenrock

Wander

pathe·n·rock

Pathenrock Et is ein Padenrock. Ursprünglich ein Pathengeschenk, und weil diese in der Regel nicht zu klein gegeben wurden, um lange brauchb…

Pathenschaft

Campe

pathe·n·schaft

Die Pathenschaft , Mz . u. das Verhältniß eines Pathen, sowol eines Täuflinges als eines Taufzeugen.

Pathenstelle

Campe

pathe·n·stelle

Die Pathenstelle , Mz . u. (R.) die Stelle, d. h. das Verhältniß als Pathe zu dem Täuflinge und die mit der Handlung, da man Pathe wird, übe…

Pathenzêttel

Adelung

pathe·n·zettel

Der Pathenzêttel , des -s, plur. ut nom. sing. ein geschriebener, oder auch mit Sinnbildern ausgezierter, in Kupfer gestochener und illumini…

pathetisch

DWB

pathe·tisch

pathetisch , adj. und adv. im 17. jahrh. ( z. b. in Sebaldus nucleus historiarum 1654 , s. Gombert ergänzungen zu Weigands wb. 1877 s. 4) ge…

pathe als Zweitglied (2 von 2)

Taufpathe

Adelung

tauf·pathe

Der Taufpathe , des -n, plur. die -n, Fämin. die Taufpathe, plur. die -n, bey einigen auch Taufpathin, eine Person, welche eine andere aus d…