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Örtchen

nhd. bis Lex. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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4 in 4 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Örtchen

Örtchen

Ort m. ‘Stelle, Platz, Punkt, Gegend, Ortschaft’, ahd. ort ‘Spitze, Endpunkt, Ecke’ (8. Jh.), mhd. ort ‘äußerster Punkt nach Raum und Zeit, Anfang, Ende, Spitze (besonders einer Waffe, eines Werkzeugs), Ecke, Rand, Himmelsgegend, Platz, Stelle’, asächs. ord ‘Spitze’, mnd. ort, mnl. ort, oort ‘Punkt, Kante, Rand, Ecke’, nl. oord ‘Gegend, Land, Stelle, Platz’, aengl. ord, anord. oddr ‘Spitze, Speer, Anführer’, schwed. udd ‘Spitze’ führen auf eine Bildung mit Dentalsuffix germ. *uzda- ‘Spitze’. Weitere Herkunft ungewiß. Man versucht, aind. vas- ‘spalten, schneiden, töten, stechen’, alban. usht ‘Ähre’, lit. usnìs ‘Distel’, lett. usne ‘Acker-, Saudistel’, air. fennaid (aus *u̯esnāti) ‘schindet’ heranzuziehen, und erschließt eine Wurzel ie. *u̯es- ‘stechen’. Die alte Bedeutung ‘Spitze’ ist noch landschaftlich in Ort ‘Schusterahle, Pfriem’ erhalten, im Sinne von ‘äußerstes Ende, Ecke’ in Ortsbezeichnungen wie Darßer Ort, Ruhrort und in der Bergmannssprache vor Ort ‘an der Spitze, am Ende eines Grubengangs’. – orten Vb. ‘die augenblickliche Position (eines Flugzeugs, Schiffes) bestimmen’ (20. Jh.), älter (auch mit Umlaut örten) ‘sich erstrecken, auslaufen, zu Ende gehen’ (18. Jh.), bergmännisch ‘unter einem spitzen Winkel aufeinandertreffen (von Gängen, Klüften)’ (16. Jh.); vgl. ahd. ortōn ‘einer Sache Ecken geben, sie begrenzen’ (um 1000). örtlich Adj. ‘auf eine bestimmte Stelle beschränkt, einen bestimmten Ort betreffend, zu ihm gehörend, lokal’ (Anfang 18. Jh.); Örtlichkeit f. ‘Gelände, Gegend, bestimmter Platz’ (18. Jh.). Ortschaft f. ‘Siedlung, Dorf, Gemeinde’ (18. Jh.). Das Deminutivum Örtchen n. steht verhüllend für ‘Abtritt’ (17. Jh.), wie zuvor vereinzelt auch Ort (15. Jh.).
1704 Zeichen · 50 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    örtchenn.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    örtchen , n. , deminutiv zu ort ( vergl. örtlein). 1 1) zu ort I, 4: örtichen, der vierte theil eines thalers. Steinbach…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Örtchen

    Goethe-Wörterbuch

    Örtchen eigenh ‘Ortgen’ T1,286,10 ; ‘Oertgen’ AA33,9 Werth 1 1 zu ‘Ort’ A1e/g, evtl zugl iron-anzüglich anspielend auf d…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Örtchen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Örtchen , die Spitze des Bergeisens (s. Fäustel ) oder der Keilhaue; auch ein ehemaliges Gewichtsstück, bis 1857 in Hann…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit oertchen

5 Bildungen · 1 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von oertchen

ort + -chen

oertchen leitet sich vom Lemma ort ab mit Suffix -chen, mit Umlaut-Wechsel.

oertchen‑ als Erstglied (1 von 1)

oertchen als Zweitglied (4 von 4)

Geheimörtchen

RDWB1

Geheimörtchen n потайное местечко, укромное местечко, закуток разг. , укромный уголок

Sterbenswörtchen

RDWB1

Sterbenswörtchen n darüber hat er kein ~ gesagt - он не проронил об этом ни словечка идиом. , он об этом ни гу-гу идиом. , разг. , он об это…

sterbenswörtchen

DWB

sterbens·woertchen

-wörtchen , n. , dass., ebenfalls fast nur in negativen wendungen: kein wort hat er mir gesagt, kein sterbenswörtchen A. Ruge s. w. 7, 274 ;…