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nirgend

nhd. bis GWB · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
5 in 5 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

nirgend

nirgend

irgend Adv. ‘nicht näher bestimmbar, überhaupt, nur’ (vgl. wenn irgend möglich). Ahd. io (s. je) und (h)wergin ‘irgendwo, -wohin’, aus ahd. (h)wār (s. wo) und einer Indefinitpartikel -gin, verbinden sich zu ahd. io (h)wergin, iergen ‘irgendwo’ (11. Jh.), mhd. iergen, irgen, mnd. iergen(e), mit sekundär angetretenem Dental mhd. irgent (13. Jh.), mnd. iergent (s. jemand, niemand). Örtliche Bedeutung hält sich bis ins 17. Jh., danach allgemein im Sinne der Unbestimmtheit (wohl irgend zwanzig, 18. Jh.). Heute steht irgend vornehmlich in Zusammenrückung (bis ins 18. Jh. noch getrennt geschrieben) mit anderen Indefiniten, vgl. irgendwer, irgendwas, irgendein (16. Jh.), irgendwo (18. Jh.; vgl. spätmhd. iergen anderswā), irgendwelch, irgendwie (19. Jh.). Der Indefinitpartikel ahd. -gin (s. oben) entspricht asächs. -gin, aengl. -gen, anord. -gi; vgl. asächs. hwā̌rgin, hwergin ‘irgend, irgendwo’, aengl. elles hwergen ‘irgendwo anders’, anord. hvargi, hvergi ‘überall’, engi (aus *einngi) ‘irgendein, keiner’, manngi ‘niemand’, dazu mit Ablaut und grammatischem Wechsel got. -hun, vgl. got. ni ainshun, ni mannahun ‘niemand’. Verwandt sind aind. caná, awest. činā̌, die gleichfalls als Partikeln der Unbestimmtheit bzw. Verallgemeinerung fungieren. Zugrunde liegt vielleicht eine erstarrte Flexionsform (Instrumental) zu dem unter wer (s. d.) behandelten Pronominalstamm. – nirgend(s) Adv. ‘an keinem Ort’, aostnfrk. niwergin, niergin (9. Jh.), mhd. niergen, niergent, mnd. nergene, nergende, nergent, nhd. nirgend (16. Jh.) neben nirgends (15. Jh.). Vgl. nirgendwo (18. Jh.).
1579 Zeichen · 71 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Nirgend

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Nirgend , ein Nebenwort des Ortes, an keinem Orte, im Gegensatze des irgend oder irgends. Hab ich doch nirgend keine Hül…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    nirgend

    Goethe-Wörterbuch

    nirgend ca 30 Archivbelege; einmal als Element nachdrücklicher doppelter Negation a lokal: an keinem Ort, an keiner Stel…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nirgend

7 Bildungen · 7 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

nirgend‑ als Erstglied (7 von 7)

nirgendheim

DWB

nirgend·heim

nirgendheim , n. scherzhaft als erdichteter ortsname von Nirgendheim, nirgend seszhaft, ohne heimat: groszfürsten ... von Nirgendheim. Fisch…

nirgendshaus

DWB

nirgends·haus

nirgendshaus , n. wie nirgendheim: herr zu Nirgendshaus, princeps Utopiae Aler 1475 b ; er ist von Nirgendshausen ( dativ plur. ). Ludwig 13…

nirgendsheim

DWB

nirgends·heim

nirgendsheim , n. dasselbe: er ist von Nirgendsheim. Ludwig 1332 ; zu Nirgensheim, in Utopia Aler 1475 b .

nirgendsher

DWB

nirgends·her

nirgendsher , adv. nusquam Stieler 827 , nirgendsanderswoher, ex nulla alia re. ebenda; das eigenthümliche, ganz auf sich ruhende und nirgen…

nirgend(s)hin

GWB

nirgends·hin

nirgend(s)hin mehrf Getrenntschr a lokal: an keinen (anderen) Ort, in keine (andere) Richtung; einmal ‘nirgends hin noch her’ (vgl s v nirge…

nirgendskirche

DWB

nirgends·kirche

nirgendskirche , f. die kirche, die nirgends ist: denn nunmehr wisset ihr, dasz sie ( die lutherischen prädicanten ) die ankunft ihrer kirch…

nirgendwo

DWB

nirgendwo , adv. verneintes irgendwo ( th. 4 2 , 2159), nicht irgendwo, an keinem orte. Rädlein 677 a ; danke gott, wer hände hat, dasz er s…