Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
nihein
Anfang des 9. Jh.s in Gl. und in zahlreichen
literarischen Denkmälern: ‚kein, irgendein; mi-
nime, nec, nec quispiam, nec ullus, nemo, ne
quisquam, nihil, non unus, nullatenus, nullus‘,
nihein zala ni sîn ‚zahllos sein‘ <〈Var.: -e-; -ch-,
-hh->〉. Bei dem Schwanken im Wz.vokal muss
es sich nicht um einen etym. Unterschied der
Formen nihein : nohein handeln, es kann auch
eine rein innerahd. Vokalschwankung vorlie-
gen, die sich auch in einigen anderen pro- bzw.
enklitischen Wörtern im Ahd. zeigt (Braune-
Reiffenstein 2004: § 29 Anm. 3), aber s. u. –
Mhd. nehein, nihein, enkein adj., pron. ‚nicht
ein, kein‘, nhd. kein ‚nicht ein‘. Daneben ist die
altertümliche Form noch bewahrt in schweiz.
(Solothurn) nekein ‚kein‘ (Schweiz. Id. 3, 316).