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Mundart

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
10 in 9 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
9
Verweise raus
13

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Mundart

Mundart

1Mund m. die durch die Lippen verschließbare Öffnung in der unteren Gesichtshälfte. Die etymologische Zuordnung von ahd. mund (8. Jh.), mhd. mnd. munt, asächs. mund, mnl. mont, nl. mond, anord. munnr, schwed. mun, got. munþs und (mit Nasalausfall und nachfolgender Dehnung des Stammvokals) asächs. mūð, afries. mūth, aengl. mūþ, engl. mouth (germ. *munþa-) ist nicht sicher bestimmbar. Möglich ist Verwandtschaft mit griech. masā́sthai (μασᾶσθαι, aus *μαθ-) ‘kauen, beißen’ und lat. (nasaliert) mandere ‘kauen’ und Annahme von ie. *menth- bzw. schwundstufig *mṇth- ‘kauen, Gebiß, Mund’, so daß Mund als ‘Kauer, Beißer’ gedeutet werden könnte. Wahrscheinlicher ist jedoch eine Verbindung mit kymr. mant ‘Kinnlade, Mund’ und lat. mentum ‘Kinn, Gebäudevorsprung’; dies würde auf eine Verbalwurzel ie. *men- ‘emporragen’ führen, deren in Nominalableitungen auftretende schwundstufige Erweiterung ie. *mṇt- eine Bedeutungsentwicklung von ‘Kinn’ über ‘Kiefer’ zu ‘Mund’ zeigt. – munden Vb. ‘gut schmecken’ (16. Jh.). münden Vb. ‘sich ergießen, hineinfließen, enden’ (19. Jh.), wohl aus Mündung rückgebildet; doch vgl. ahd. munden ‘zusammenfließen’ (um 1000) sowie das Kollektivum ahd. gimundi n. ‘Mund, Flußmündung’ (9./10. Jh.), aengl. gemȳþe n. ‘Flußmündung’, in Ortsnamen ahd. Lechsgimundi, mhd. Gemünde, nhd. Gemünd(en), Schwäbisch Gmünd, Neckargemünd und Travemünde. Mündung f. ‘das Hinein-, Zusammenfließen, der Ort des Zusammenflusses’ (18. Jh.), häufig in technischer Verwendung anschließend an Mund im Sinne von ‘Öffnung’, vgl. Mündung eines Geschützes (18. Jh.). mündlich Adj. ‘durch den Mund geäußert, nicht schriftlich, nur in gesprochener Rede’ (16. Jh.), älter muntliche(n) Adv. (15. Jh.). Mundart f. natürlich entstandene Form der vorwiegend gesprochenen Sprache einer geographisch bestimmbaren Sprachgemeinschaft (17. Jh.), Ersatzwort für Dialekt (s. d.). mundfaul Adj. ‘wortkarg, redefaul’ (19. Jh.), oft für gröberes maulfaul. Mundraub m. ‘Entwendung von Lebensmitteln in kleiner Menge zum sofortigen Verbrauch’ (18. Jh.). Mundwerk n. ‘Rede, gute Redegabe’ (16. Jh.), anschließend an Mund als Organ zur Hervorbringung sprachlicher Laute, besonders großes, flinkes Mundwerk in bezug auf die Neigung zu anhaltendem, unüberlegtem, respektlosem Sprechen.
2262 Zeichen · 81 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mundart

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Mundart , plur. die -en, die besondere Art zu reden, wodurch sich die Einwohner einer Gegend von den Einwohnern ande…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Mundart

    Goethe-Wörterbuch

    Mundart von ca 30 Belegen Verwendungsschwerpunkt in Bed a; Verwendung auch für die (gebietsbezogenen) Ausformungen einer…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Mundart

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Mundart , s. Dialect .

  4. Spezial
    Mundartf

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    Mundart , f говор , м

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mundart

18 Bildungen · 15 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von mundart 2 Komponenten

mund+art

mundart setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

mundart‑ als Erstglied (15 von 15)

mundarten

DWBQVZ

mund·arten

--- deutsche mundarten. zeitschrift für bearbeitung des mundartlichen materials. hg. v. J. W. Nagl. Wien 1895—1906. II. ---

Mundartenkarte

FiloSlov

mundarten·karte

Mundartenkarte , f карта , ж , диалектологическая → FiloSlov Dialektkarte, f

Mundartforschung

FiloSlov

mundart·forschung

Mundartforschung , f изучение , ср диалектов → FiloSlov Dialektologie, f → FiloSlov Mundartkunde, f

Mundartgenosse

Campe

mundart·genosse

Der Mundartgenosse , — n, Mz. — n , ein Genosse derselben Mundart, d. h. eine Person welche dieselbe Mundart spricht als die andere Person, …

mundartig

DWB

mund·artig

mundartig , adj. einer mundart gehörig: das mundartige wörterbuch. Klopstock bei Campe.

Mundartisch

Campe

mundart·isch

♁ Mundartisch , adj . u. adv . zu einer Mundart gehörig, darin gegründet, dieselbe betreffend (provinciell ). Mundartisch sprechen. »Das mun…

Mundartkunde

FiloSlov

mundart·kunde

Mundartkunde , f изучение , ср диалектов → FiloSlov Mundartforschung, f → FiloSlov Dialektologie, f

mundartlich

DWB

mundart·lich

mundartlich , adj. einer mundart zufallend: ein mundartlicher ausdruck; mundartliche forschung.

mundart als Zweitglied (1 von 1)

Hecht (Mundart)

Wander

hecht·mundart

Hecht (Mundart) Hecht (Mundart). In de Hecht 1 kommen. – Richey, 91. 1 ) Haft, Gefängniss, in Hamburg das Büttelshaus, die Fronerei.

Ableitungen von mundart (2 von 2)

unmundart

DWB

unmundart J. Grimm kl. schr. 4, 162 . —

urmundart

DWB

-mundart W. Müller blumenlese aus d. minnesingern xxiv,