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mundart

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

mundart f.

Bd. 12, Sp. 2683
mundart, f. art des mundes, art zu sprechen; übersetzung des griech.-lat. dialectus (dialectos eine eigenschaft der sprach, oder eigne weisz zuo reden. Dasyp.), die im 17. jahrh. bereits gewöhnlich ist, und von der sprechart sowol eines einzelnen als eines standes oder einer landschaft gebraucht wird, und zwar in bezug auf den klang der worte: ich gedenke nur etwas weniges vom reimenmasze; einmal, dasz die endungen der reime zusammen stimmen, nur nach unserer mundart wo sie geschrieben; denn, wie es vielleicht frembden dannenher nicht füglich lauten möchte, wie wir die selblautenden buchstaben auszsprechen, also würde es auch in unsren ohren übel klingen, zu reden wie die frembden reden, also, dasz es nur nöthig scheinet, im reime sich desz einheimischen auszspruches zu gebrauchen. Logau 1, vorrede s. 1; das i. mit e. in liegen, siegen und dergleichen, ist uns zu unsrer mundart nicht beschwerlich, und wird unzerzogen auszgesprochen. 3, s. 4; ich bin zwar ein gebohrner Savoyard, habe aber nunmehro schon seit etliche 40 jahren, da ich mich 8 jahr lang auf deutschen universitäten aufgehalten, .. die deutsche sprache nach meiner mundart ziemlich sprechen lernen. cav. im irrg. 141; er meinte, er säh nicht wie ein schiffer aus, und hätte auch ihre mundart nicht. H. L. Wagner der wohlthät. unbek. 29; er sieht ja aber nichts weniger als einem schiffmann ähnlich, auch hat er die mundart dieser art leute nicht. 38; in bezug auf wortschatz und wahl der worte: unter denen (wissenschaften) also stehet die grammatic oben an .. maszen sie uns ja dazu dienet, dasz wir die gemeine wie auch die besondere poetische mundart der sprachen nicht nur genau kennen als auch recht darnach schreiben lernen. Günther vorrede 3; ich will ihm gesellschaft leisten und (in des ungenannten mundart gesprochen) noch einmahl hof und land belustigen. Claudius 8, 154; die wissenschaftliche bedeutung, die auf die in den einzelnen landschaften geltenden unterschiede der lebendigen volkssprache gegenüber einer allgemeinen, haupt- oder schriftsprache zielt, ist schon bei Schottel vorhanden, ist vielleicht die älteste des deutschen wortes: alle in unserer teutschen sprache verhandene dialecti oder mundarten. hauptspr. 152; die niederteutsche oder niedersächsische sprache hat hinwieder mancherlei dialectos oder mundarten, als die holländische, brabandische, friesländische, braunschweigische, hollsteinische, mekelburgische, pommersche, etc. die hochteutsche sprache hat nicht weniger jhre unterschiedene mundarten und dialectos, als: die meisznische, thüringische, hessische, fränkische u. s. w. ebenda; sie wird in engerem oder weiterem sinne genommen: die oberdeutsche mundart, sofern sie sich von der niederdeutschen unterscheidet. Adelung; das verhältnis zwischen unsrer schriftsprache und den unter dem volke lebendigen gemeinen mundarten. J. Grimm gramm. 13, 23; verläuft auch in nicht sprachwissenschaftlichen darstellungen in die bedeutung der sprache überhaupt: da er sich dem geistlichen stande gewidmet hatte, so wendete er hierbei seinen fleisz auf die mundart, in welcher die bücher aufgesetzt sind, die alle menschliche schriften an alter, wie an heiligkeit übertreffen. Kästner verm. schr. 1, 55; er hatte mir alle freude an der ganzen sprache, an der französischen literatur, selbst an dem schönen und köstlichen ausdruck edler seelen in dieser mundart verdorben; mich schaudert, wenn ich ein französisches wort höre! Göthe 19, 240; Nastes führte die Karen, ein volk barbarischer mundart. Il. 2, 867.
3529 Zeichen · 44 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mundart

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Mundart , plur. die -en, die besondere Art zu reden, wodurch sich die Einwohner einer Gegend von den Einwohnern ande…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Mundart

    Goethe-Wörterbuch

    Mundart von ca 30 Belegen Verwendungsschwerpunkt in Bed a; Verwendung auch für die (gebietsbezogenen) Ausformungen einer…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Mundart

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Mundart , s. Dialect .

  4. Spezial
    Mundartf

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    Mundart , f говор , м

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mundart

18 Bildungen · 15 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von mundart 2 Komponenten

mund+art

mundart setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

mundart‑ als Erstglied (15 von 15)

mundarten

DWBQVZ

mund·arten

--- deutsche mundarten. zeitschrift für bearbeitung des mundartlichen materials. hg. v. J. W. Nagl. Wien 1895—1906. II. ---

Mundartenkarte

FiloSlov

mundarten·karte

Mundartenkarte , f карта , ж , диалектологическая → FiloSlov Dialektkarte, f

Mundartforschung

FiloSlov

mundart·forschung

Mundartforschung , f изучение , ср диалектов → FiloSlov Dialektologie, f → FiloSlov Mundartkunde, f

Mundartgenosse

Campe

mundart·genosse

Der Mundartgenosse , — n, Mz. — n , ein Genosse derselben Mundart, d. h. eine Person welche dieselbe Mundart spricht als die andere Person, …

mundartig

DWB

mund·artig

mundartig , adj. einer mundart gehörig: das mundartige wörterbuch. Klopstock bei Campe.

Mundartisch

Campe

mundart·isch

♁ Mundartisch , adj . u. adv . zu einer Mundart gehörig, darin gegründet, dieselbe betreffend (provinciell ). Mundartisch sprechen. »Das mun…

Mundartkunde

FiloSlov

mundart·kunde

Mundartkunde , f изучение , ср диалектов → FiloSlov Mundartforschung, f → FiloSlov Dialektologie, f

mundartlich

DWB

mundart·lich

mundartlich , adj. einer mundart zufallend: ein mundartlicher ausdruck; mundartliche forschung.

mundart als Zweitglied (1 von 1)

Hecht (Mundart)

Wander

hecht·mundart

Hecht (Mundart) Hecht (Mundart). In de Hecht 1 kommen. – Richey, 91. 1 ) Haft, Gefängniss, in Hamburg das Büttelshaus, die Fronerei.

Ableitungen von mundart (2 von 2)

unmundart

DWB

unmundart J. Grimm kl. schr. 4, 162 . —

urmundart

DWB

-mundart W. Müller blumenlese aus d. minnesingern xxiv,