Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
mulm m.
mulm , m. zerfallene erde, staub; nd. mulm, niederl. molm; eine medialbildung zur wurzel mal mahlen, zerreiben, nächst verwandt dem goth. mal-ma sand, mhd. mel-m sand, staub Lexer wb. 1, 2096 , und zu goth. mul-da staub, ahd. molta, vgl. DWB molde sp. 2477, ebenso zu mollicht sp. 2481 mit seinen nebenformen mülbicht und mullig, und zu müll sp. 2653 gehörend; gewiss eine sehr alte bildung, hat es sich als gewerbswort der landwirte und bergleute der schriftlichen aufzeichnung bis zum 16. jahrh. entzogen, wo es zuerst Kilian als niederl. bringt: molm, olm, caries, pulvis ligni cariosi, molm-worm,…