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mick

nhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
12 in 8 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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17

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

mick n.

Bd. 12, Sp. 2170
mick, n. in dem ablautspiele mick und mack, ein durcheinander, gemenge bezeichnend; dasz mack mit mengen im wurzelhaften zusammenhange stehe, wurde zu der formel hack und mack theil 42, 98 ausgesprochen: da loben sie den Faustund was noch sunsten in meinen schriften braustzu ihren gunsten; das alte mick und mackdas freut sie sehr! es meint das lumpenpackman wärs nicht mehr! Göthe 56, 103; in der engen verbindung mickmack: sage mir ein weiser mann, was das mick-mack heiszen kann? solch zweideutig achseltragen nutzen wirds nicht, noch behagen. 4, 351; die Göthe sonst micmac schreibt: ein solches micmac von uraltem und modernsten. an Zelter vom 30. dezbr. 1825 (briefw. 4, 121); als masc.: dieser micmac von kraut und rüben (die Newtonsche optik). an Knebel vom 7. novbr. 1816, offenbar in gedanken an das franz. micmac, älter miquemac mischmasch, durcheinander, und weil er es wahrscheinlich von daher kannte. allein das franz. ist selbst entlehnung aus dem niederdeutschen: mik-mak mischmasch, dat steit mikmak von unleserlicher handschrift Schütze 3, 99, und das ablautspielende mick ist wieder an nd. mick, jedes hausgerät das nicht mehr fest ist und zusammen zu brechen droht, mickrig krüppelhaft, kritzlich und klein von der handschrift (Danneil 137a), mikern zu klein und unleserlich schreiben, zu fein und ungleich spinnen (Schambach 135a), also an den begriff des zerbrechlichen und des gerümpels angelehnt.
1436 Zeichen · 15 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    mickn.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    mick , n. in dem ablautspiele mick und mack, ein durcheinander, gemenge bezeichnend; dasz mack mit mengen im wurzelhafte…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Mick

    Goethe-Wörterbuch

    Mick ‘M. und Mack’ iSv Mick-Mack (sd sowie s v Mack), im ablautenden Wortspiel 5 1 ,102 ZXenNachl VII 261 [ Zit s v Mack…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Mick

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Mick ( Klau ), das gabelförmige Ende der Gaffel (s. d.).

  4. modern
    Dialekt
    Mickf.

    Lothringisches Wb. · +8 Parallelbelege

    Mick [mìk fast allg.; myk Pfb. Lix. ; mùg Ri. Ha. Hom. ; mek D. Si. ; meïk Bi. — Pl. mìkə, mekən, mùgə, meïkə ; Demin. m…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mick

95 Bildungen · 90 Erstglied · 1 Zweitglied · 4 Ableitungen

mick‑ als Erstglied (30 von 90)

Mickbaum

SHW

Mick-baum Band 4, Spalte 653-654

Mickholz

SHW

Mick-holz Band 4, Spalte 653-654

Mickklotz

SHW

Mick-klotz Band 4, Spalte 653-654

Mickstange

SHW

Mick-stange Band 4, Spalte 653-654

Micka I

RhWB

Micka I meka  Gummb-Berghsn Sg. t. f.: Lockr. u. Kosen. für Ziege.

Micka II

RhWB

Micka II  Remschd Sg. t. f.: Lockruf u. Kosen. für die Katze.

Mickchen II

RhWB

Mickchen II mikχə LRip in Monsch-Fringhs Hammer ; -e- Monsch-Rohren ; mikəlχə Dür-Birkesd Drove , Jül-Langend ; Pl. -χər n.: Lockruf u. Kose…

Micke I

RhWB

Micke I = Kurzform für Maria (s. d.).

Micke II

RhWB

Micke II das Wort, ndl. mik, nd. mick(e) entsprechend, ist als mek, Pl. -kə nur vereinzelt u. ganz verstreut f.: 1. a. zweizinkige Heugabel …

Micke III

RhWB

Micke III mek, seltener -i-, Pl. -kə, Demin. mekχə, –kskə, das ndl. mik, mndl., mnd. micke entsprechende u. auf vulgärlat. mîca zurückgehend…

Micke IV

RhWB

Micke IV das Wort ist Rhfrk: 1. mik Sg. t. f. in den Wend.: Der macht die M. er prahlt Saarbr . Ech muss alt (schon) wierer die M. mache die…

Mickel

MeckWBN

Wossidia Mickel n. (?) Kaninchen: Miggels (wohl Pl., vereinzelt) D. WA. 19, 4.

Mickelchen

RhWB

mickel·chen

Mickelchen mikəlχə, seltener -e-, Pl. -χər Sieg-Siegbg , Eusk-Billig Cuchenh Dürscheven Frauenbg Stdt , Schleid-Blumenth Mechernich , Malm-A…

Mickelhahn

MeckWB

mickel·hahn

Mickelhahn im Abzählreim: Ele mele Mickelhahn, Hacken, Stacken wull sick slahn ( Ha Boiz ) Wo. V. 4, 1066; Eine meine Minkelhahn, ... ( Ro H…

Mickel II

RhWB

Mickel II = Stolz s. Micke IV;

mickeln

RhWB

mick·eln

mickeln = Fangsteinsp. spielen s. bei Micke V.

Micken

Campe

† Micken , v. intr . u. trs . im Holsteinischen. 1) Umschauen, ins Auge fassen. 2) I Kleinigkeiten tadeln; grollen, schmälen. Schütze. D. Mi…

Mickenbärte

RhWB

Micken-bärte meksbErtə Altk-Weitef (Simpl. fehlt) Pl. t.: Wiesenschneidgras, cladium mariscus.

mick als Zweitglied (1 von 1)

gemick

KöblerMnd

gemick , N. Vw.: s. gemicke L.: Lü 116a (gemick)

Ableitungen von mick (4 von 4)

gemick

KöblerMnd

gemick , N. Vw.: s. gemicke L.: Lü 116a (gemick)

gemicke

DWB

gemicke , n. : zur winterszeit, wenn sich der guckguck verkriechen wil, so suchet er hole bäume, welche inwendig von den würmern oder sonste…

gemicken

RhWB

ge-micken: einen g., mühelos bezwingen Siegld .

micke

DWB

micke , f. 1 1) im geschützwesen der richtkeil einer kanone. vgl. niederd. miken, mikken, in augenmerk nehmen, erzielen, visieren, miker, ei…