Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
mandala
Gl.: ‚Mandel, Mandelbaum; amygdala, carica‘
(Amygdalis communis L.) <〈Var.: -nt-; -dl>〉. Das
Wort ist entweder aus aitalien. mandola f. ‚Man-
del‘ oder aus mlat. amandula, -ola f. ‚dss.‘ (un-
ter Wegfall das vortonigen a-) entlehnt. – Mhd.
mandel st.f./m. ‚Mandel‘, frühnhd. mandel f.
‚Mandel‘, nhd. Mandel f. ‚von einer braunen
Haut umgebener, gelblich weißer Samenkern
der Steinfrüchte des Mandelbaums, der für die
Herstellung von Süßwaren und zum Backen ver-
wendet wird, glatter Steinkern mit kleinen Ver-
tiefungen, der in den Steinfrüchten des Mandel-
baums sitzt und die Mandel enthält, Gaumen-
mandel, (Anatomie) mandelförmiger Gewebs-
lappen bzw. Organ aus lymphatischem Gewe-
be‘. Die Übertragung auf das menschliche Or-
gan erfolgte im 16. Jh. und ist durch dessen
Ähnlichkeit zu einem Mandelkern bedingt.