Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
maledeien verb.
maledeien , verb. fluchen, verfluchen, wie sein gegensatz benedeien ( th. 1, 1468) im mittelalter übernommen, aber doch wol der lateinischen kirchensprache entstammend: maledicere maledien, nd. maledighen Diefenb. 344 c ; maledictus ghemalediet ebenda; maledicus ( l. maledictus ) snode, bose, malediget nov. gloss. 244 a ; maledeyen, maledicere Stieler 307 ; nu der fluch ist nicht anders, denn euszerlich maledeien, das Ham sol seinen brüdern unterworfen sein. Luther 4, 62 a ; drei hut der engel sein, auf der obern sitz got und wein und sprech: ich sei gemaledeit, das ich mein haus ie liesze sei…