Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
mären
mären
mären Vb. (landschaftlich) ‘langsam und umständlich sein, trödeln, umständlich reden, faseln’, auch ‘herumwühlen, -rühren’. Herkunft ungewiß. Vielleicht ist rhein. mären ‘sich bemühen, beschäftigen, zaudern’, obsächs. mären ‘langsam sein, trödeln, langsam arbeiten, sich an etw. zu schaffen machen’ eine Entlehnung aus lat. morārī ‘verweilen, zögern’, während mären ‘mischend rühren’ (vgl. frühnhd. inmeren, einmeren ‘einbrocken, etw. einrühren, anstiften, beabsichtigen’, 15. Jh.), mhd. mern ‘Brot in Flüssigkeit tauchen und einweichen, umrühren, mischen’ von ahd. mērōd ‘Gemischtes, Gerührtes, Abendmahlzeit, Imbiß’ (9. Jh.), merāta, merd(a) ‘Suppe’, mhd. merāte, merōt, mert ‘flüssige Speise aus Brot und Wein, Abendessen’, nhd. Märte, Mährte f. ‘Kaltschale mit eingebrocktem Backwerk’ abgeleitet sein kann, das wohl aus lat. merenda ‘Vesperbrot’ (zu lat. merēre ‘verdienen, bekommen, erwerben’) entlehnt ist. Beide Formen mögen sich früh in einzelnen Landschaften vermischt haben. Vgl. auch Märte, Märde f. (omd.) ‘Eingebrocktes, Mischmasch’ und ‘viel Aufhebens, Umstände, Trödelei’ (17. Jh.).