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Lulle

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
3 in 3 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Lulle

Lulle

lullen Vb. lautmalende kindersprachliche Bildung, eigentlich ‘lu lu machen’. In bezug auf den Sauglaut ‘saugen (an der Brust), lutschen’ (Anfang 16. Jh.), weiterhin noch mundartlich lullen, lüllen. auch lullen, einlullen ‘leise ein (Schlaf)lied singen’, also ‘lu lu singen’ (17. Jh.), mnd. lollen, lolliken ‘leise murmeln oder singen’, mnl. nl. lollen, lullen ‘murmeln, trällern’, engl. to lull ‘in den Schlaf singen’ (14. Jh.; dazu lullaby ‘Schlaf-, Wiegenlied’, 16. Jh.), schwed. lulla ‘singen’. S. ähnlich gebildetes lallen. Hierzu stellt sich ferner lautnachahmendes lullen, lullern, auch lullu machen, kindersprachlich (besonders omd.) für ‘Wasser lassen’; vgl. zugehöriges Lüllpott ‘Nachttopf’ (16. Jh., Fischart). einlullen Vb. ‘in den Schlaf singen’ (18. Jh.). Lulle f. ‘Zigarette’, umgangssprachlich seit etwa 1950, wohl Ableitung von lullen ‘saugen’, vgl. auch nd. (mundartlich) Lull ‘Sauglappen für Kinder’ und obd. (mundartlich) Luller ‘Schnuller’.
960 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    lulle

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    lulle , lülle , m. narr, dummkopf; angelehnt an lullen saugen ( s. nachher ), so dasz eigentlich etwa ein an den fingern…

  2. modern
    Dialekt
    Lulle

    Südhessisches Wörterbuch

    Lulle Band 4, Spalte 425-426

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lulle

15 Bildungen · 15 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

lulle‑ als Erstglied (15 von 15)

lullebrōder

KöblerMnd

lullebrōder , M. Vw.: s. lollebrōder*

lullekenpīpe

KöblerMnd

lullekenpīpe , F. Vw.: s. lollikenpīpe

lullen I

SHW

lullen I Band 4, Spalte 425-426

lullen II

SHW

lullen II Band 4, Spalte 425-426

lullen II

RhWB

lullen II -u- verstreut in Kreuzn-Langenlonsh , Eup , Lennep , Mettm , Rees-Haldern schw.: schlafen, in der Kinderspr.

lullenpfeife

DWB

lullen·pfeife

lullenpfeife , f. ein musikinstrument: ( sie tanzten ) nach den lustigen schalmeien, seifelen, pfeifenbeukelen, hend und maul, lullenpfeifen…

Lullepape

MeckWB

lulle·pape

Lullepape m. Spottname eines Pfaffen: 'Wilke Manteufel, genannt Lullepape' (Regest 1399) UB. 23, 648.

lullepīper

KöblerMnd

lullepīper , M. Vw.: s. lullepīpære*

lullepīpære

KöblerMnd

lullepīpære , M. nhd. Dudelsackpfeifer, Dudelsackspieler E.: s. lullen, pīpære L.: MndHwb 2, 871 (lullepîper) Son.: örtlich beschränkt

lullerchen

DWB

luller·chen

lullerchen , n. : auch thaten mir die rippen weh nach dieser soldatischen fahrt, wo vier tage und nächte kaum ein lullerchen von schlummer m…

Lulleslappes

RhWB

lulle·s·lappes

Lulles-lappes luləslabəs, auch lellap, –labs Siegld m.: verächtl. nachlässiger, träger, gleichgültiger, unzuverlässiger Mensch.

lullesüster

KöblerMnd

lulle·süster

lullesüster , F. nhd. Begine E.: s. lullen?, süster L.: MndHwb 2, 871 (lul[le]süster) Son.: örtlich beschränkt