Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
lulle
lulle , lülle , m. narr, dummkopf; angelehnt an lullen saugen ( s. nachher ), so dasz eigentlich etwa ein an den fingern saugender gemeint sein wird; als eigenname: nun war dozumal zu Rordorf ein einfeltiger mentsch, hiesz Hainrich Klenker, er ward aber nun der Lulle genannt. Zimm. chron. 2, 357, 2; und ist ein groszer argwon gewesen, er hab den Lullin uf dem weg ermurdt. 357, 8; als appellativ: da stet er ( der geputzte landsknecht ) wie ein lüllen in seim zerhackten kleid. Uhland volksl. 528 . vergl. dazu löll, lölle sp. 1143 fg.