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Luftig

ahd. bis sprichw. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
14 in 13 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Luftig

Bd. 2, Sp. 2124
Luftig, -er, -ste, adj. et adv. Luft habend, aus der Luft bestehend, doch in verschiedenen Einschränkungen. 1. So ferne Luft die bewegte Luft, einen gelinden Wind bedeutet, ist luftig eine leicht bewegte Luft habend, darin bestehend; im gemeinen Leben auch lüftig, Nieders. luchtig. Mit lustigem Geräusch, sagt Opitz von den Winden; in welchem Verstande man es doch nicht leicht mehr gebraucht. Ein lustiges Haus, worin eine merkliche Zugluft ist. Die Kinder lassen bey luftiger Witterung einen Drachen fliegen. Luftige Lufterscheinungen nennen einige Naturlehrer diejenigen, welche in einer Bewegung der ganzen Luftmasse bestehen; zum Unterschiede von den wässerigen, glänzenden und feurigen. 2. Von Luft, so fern es den unsichtbaren zum Athemhohlen unentbehrlichen flüssigen Körper bezeichnet. 1) Aus bloßer Luft, aus Luft allein bestehend. Ihr luftger Körper ging durch die verschloßne Thür, Zachar. 2) Freye, frische Luft habend. Ein luftiges Zimmer, ein luftiges Haus. In süßem luftigen Schlafe, in freyer Luft, Klopst.[]3) Sich weit in die freye Luft erstreckend. Die luftige Höhe und Weite, Herd. Gethürmte Städte schmücken Ihr luftig Haupt, Und kleiden sich in Feyer, Denis. Luftige Gegenstände, luftige Figuren, in der Mahlerey, Figuren, welche in der Entfernung und gleichsam in der Luft schwebend vorgestellet werden. 3. Mit dem herrschenden Nebenbegriffe der Leichtigkeit. Eine luftige Kleidung, eine leichte, eigentlich, wo die freye Luft ungehindert durchstreichen kann. Lauft emsig wie ein Wirth, der sich die Mühe kürzt, Und, hurtiger zu seyn, sich luftig aufgeschürzt, Haged.
1592 Zeichen · 25 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    luftîgadj.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    luftîg adj. , mhd. luftec, -ic, lüftic, nhd. luftig, lüftig; mnd. lüchtich, lüftich, mnl. luchtich. — Graff II,209. luft…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Luftig

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Luftig , -er, -ste, adj. et adv. Luft habend, aus der Luft bestehend, doch in verschiedenen Einschränkungen. 1. So ferne…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    luftig

    Goethe-Wörterbuch

    luftig auch -ü-; als Hörfehler B33,364 u Var zu ‘lustig’ 1,372 30,295 12,383 1 (wie die Erdatmosphäre) gasförmig; einmal…

  4. modern
    Dialekt
    Luftig

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Luftig [Lùftik Steinb. ] m. leichtsinniger Mensch. Dë r L. macht si ch ke in bös es Geblüet macht sich keine Sorgen.

  5. Sprichwörter
    Luftig

    Wander (Sprichwörter)

    Luftig 1. So lochtig as 'ne Alle. ( Grafschaft Mark. ) – Frommann, V, 161, 108. 2. So lochtig as 'ne Fuarskefuet (Frosch…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit luftig

3 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von luftig

luft + -ig

luftig leitet sich vom Lemma luft ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von luftig 2 Komponenten

luf+tig

luftig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

luftig‑ als Erstglied (2 von 2)

luftigen

DWB

luft·igen

luftigen , verb. luftig machen, in die luft heben: vier mittel .. ergreift er ( Klopstock ) um seine gestalten zu luftigen, auf einer Ossian…

luftigkeit

DWB

luftig·keit

luftigkeit , f. nach luftig 1, zustand in zugluft oder frischer luft: dann diese oberste luftigkeit ist nicht so kalt, wie der under luft. T…

Ableitungen von luftig (1 von 1)

unluftig

DWB

unluftig , adj. , gth. v. luftig 9 (10): Lavater physiogn. fragm. 4, 227 . —