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linên

ahd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

EWA
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21 in 10 Wb.
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

linên

linênAWB sw.v. III, im Abr und weiteren
Gl., im T, OT, bei N: ‚sich stützen, sich (an-)
1309 linênS1310
lehnen, niedersinken, sich niederlegen, da-
niederliegen, hervorragen; anniti, decuba-
re, eminēre, incubare, incumbere, inniti, niti,
occumbere, recubare, recumbere, transire?‘

〈Var.: hl-〉. In Gl. des 8. und auch noch des
9. Jh.s und im T ist altes anl. h- bewahrt. Der
Wz.vokal -i- (< urgerm. *-i-) ist vor fol-
gendem ê unverändert geblieben (vgl. Schatz
1927: § 4; Braune-Reiffenstein 2004: § 31).
Der Beleg 3.pl.konj. untarlinin in Gl. 2,297,
56 (10./11. Jh., bair.) berechtigt nicht zum
Ansatz eines st. Verbs *untar-linan, da -in
für -ên steht (vgl. Schatz 1927: § 433; Förs-
ter 1966: 53 f.). – Mhd. linen, lenen (mit
Senkung von /i/ zu /ε/) sw.v. ‚lehnen, sich
stützen‘
, frühnhd. lenen sw.v. ‚anlehnen, auf-
stützen, sich hinlegen, liegen, sich neigen,
sich auflehnen‘
, nhd. lehnen sw.v. ‚an einen
stützenden Gegenstand stellen, sich auf etw.
stützen, sich über etw. beugen‘
. Nhd. lehnen
liegen zwei unterschiedliche sw. Verben zu-
grunde: intr. linên (s. o.) und kaus. tr. leinen
(s. d.). Die Vermischung von intr. und tr.
Verwendung beider Verben beginnt bereits
im Mhd, wobei md. monophthongiertes lê-
nen (mhd. leinen) vermittelnd wirkte.
1303 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    linên

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +8 Parallelbelege

    linênAWB sw.v. III, im Abr und weiteren Gl., im T, OT, bei N: ‚sich stützen, sich (an-) 1309 linênS1310 lehnen, niedersi…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    linenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +5 Parallelbelege

    linen swv. s. lënen.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    linen

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    linen, von Leinen.

  4. modern
    Dialekt
    linen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    line n [lína Dü. ; linə U. W. ] Adj. leinen. M i r kaufe n hüt eps Line ne s Hf. , e par Meter line n Tuech Geud. — Schw…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit linen

34 Bildungen · 26 Erstglied · 6 Zweitglied · 2 Ableitungen

linen‑ als Erstglied (26 von 26)

Līnendäntser

WWB

linen·daentser

Līnen-däntser m. [verstr.] 1. Seiltänzer. — Ra.: De geht oll ’n Linnendänzer ist sehr behände, beweglich ( Bie Is ). — 2. unzuverlässige Per…

līnendantsen

WWB

līnen-dantsen V. „auf dem Seil gehen“ ( Bek Al).

Līnendräier

WWB

Līnen-dräier m. Handwerker, der Seile herstellt ( Bek Al).

Līnendüᵉre

WWB

Līnen-düᵉre f. [ Bür Arn] großes Einfahrtstor an der Tenne des Bauernhauses (Frbg.). ¶ Vgl.→ Niᵉden .

Linenfohrt

MeckWB

Linenfohrt f. Treidelfahrt durch Kanäle u. ä. Lu Eld ; Pa Plau .

Līnenlok

WWB

linen·lok

Līnen-lok n. [Alt] Pflugteil: obere Verbindungsstange der Führungseisen (Frbg.).

Līnen-²ge

WWB

line·noge

Līnen-o²ge f. Lienenöögte Loch für die Pflugleine im Aufbau des zweirädrigen Vorderpfluges ( WmWb) .

Līnenpiᵉrd

WWB

linen·pierd

Līnen-piᵉrd n. linkes Pferd vor dem Wagen (Frbg.) ( Det Ih). ¶ Vgl.→ Līnjen .

Līnenring

WWB

linen·ring

Līnen-ring m. [verstr.] Teil des Sattels: Führungseisen für die Leinen ( Kos Dü).

Linenschalm

MeckWB

linen·schalm

Linenschalm m. der einzelne Leinenzügel; die Lin hat zwei Schalm; damit läßt sich ein Zugtier lenken; für ein Pferdegespann aber ist eine In…

Līnensln

WWB

linen·s·lan

Līnen-slan n. Linen-, Lienken- Seilschlagen (Kinderspiel) ( WmWb) .

Līnensnäpper

WWB

linen·snaepper

Līnen-snäpper m. [verstr.] Pferd, das die Leine des Fuhrmanns mit dem Schwanz festklemmt, sich damit der Gewalt und Führung des Lenkers entz…

Linenstein

MeckWB

linen·stein

Linenstein m. die Steinreihe in der Mitte des Steindamms: den Linenstein wohren ihn entlanggehen (1913) Lu Neust .

Linentrecker

MeckWB

linen·trecker

Linentrecker m. Treidler, der berufsmäßig Kähne auf der Elbe vom Ufer aus zieht Ha Nost .

lînenwēvent

MNWB

° lînenwēvent , n. , Leinenweberei (Hamb. Burspr. ed. Bolland 5, 134).

lînenwēver

MNWB

linen·wever

lînenwēver , lîne- , linnen- , linne- , m. , Leinweber , dat ampt, de gildemê(i)ster der l. ; l.s kinder nehmen teilweise, bes. im ostfäl. u…

linen als Zweitglied (6 von 6)

bôlînen

MNWB

boli·nen

bôlînen , bôchlînen , f. , Taue, mit denen das Seitenliek des Segels nach vorn geholt wird. —

Bälinen

Idiotikon

Bälinen Band 4, Spalte 1157 Bälinen 4,1157

sîtlînen

MNWB

sit·linen

sîtlînen ? Gewebesorte, „ vortmer we sijtlinen walken wel, de schal geven vor den vullen Rump vif witte ” usw. (Wollenweber Ülzen 1423, Zs. …

Ableitungen von linen (2 von 2)

entlînen

Lexer

ent-lînen swv. intr. entbunden werden, aufthauen. swenn si warme schînet, daʒ herze uns entlînet Warn. 1970. Krone 64 — zu lîne? zu dem in d…

verlinen

Lexer

ver-linen s. verlënen.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „linen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/linen/ewa
MLA
Cotta, Marcel. „linen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/linen/ewa. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „linen". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/linen/ewa.
BibTeX
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