Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
leidenschaftlich adj. und adv.
leidenschaftlich , adj. und adv. , erst später nach leidenschaft gebildet. 1 1) einem heftigen seelenverlangen gemäsz: man sagt zwar von den menschen, dasz sie gewisse dinge leidenschaftlich lieben (z. b. den trunk, das spiel) .. aber man nennt diese verschiedenen neigungen .. nicht eben so viele leidenschaften. Kant 10, 299 ; gewöhnlich nach leidenschaft 3 und 4, in einem edleren sinne: dasz ein theil seiner leute hingegen .. den ungeheuern der englischen bühne einen leidenschaftlichen vorzug gebe. Göthe 18, 284 ; ihr gedächtnis war gut, aber wenn man aufrichtig reden sollte, ihr vortrag geis…