Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
leffil
(Clm. 14456, 9. Jh., bair.) und weiteren Gl.,
häufig im SH:
‚Löffel; coclear [= cochlear]‘
〈Var.: -ei-; -f-, -ph-; -el〉. In lOeffel (Gl.
4,184,23, Wien 1325, 14. Jh.) ist bereits
1101 leffen – leffil, lepfilS1102
Rundung von -e- eingetreten. – Mhd. leffel,
löffel st.m.
‚Löffel‘, niht leffels wert
‚über-, frühnhd.
haupt nichts, nicht das Geringste‘
leffel, löffel m.
‚Löffel, Esslöffel als Maß-,
einheit, Ohren von Hase und Kaninchen‘
phras. jmdm. bleibt kein löffel
‚jmd. ist voll-, jmdn. mit dem leffel erträn-
kommen arm‘
ken
‚jmdn. langsam, aber sicher umbringen‘,
nhd. Löffel m.
‚Essgerät mit schalenartiger, ugs. den Löffel ab-
Vertiefung am unteren Stielende, Ohren von
Hase und Kaninchen‘
gegeben haben
‚gestorben sein‘(Löffel als
Ausdruck der Vitalfunktion
‚essen‘).