Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
latta
laddoAWB m. n-St., in Gl. seit Ende des 8./
Anfang des 9. Jh.s:
‚Latte, Brett, Schindel,〈Var.: -d-, -t-, -tz-〉. Die im SH des
(kleiner) Balken, Bohle, aus Latten Zusam-
mengefügtes; ambrices, asser, laquear, la-
quearium, laterculus, tegula, tigillus, tig-
num‘
Öfteren vorkommende Schreibung -dd- ist
Ergebnis der binnendeutschen Konsonanten-
schwächung (vgl. Mettke 2000: § 62, 1). –
Mhd. late, latte sw.f.
‚Latte‘, frühnhd. latte
(daneben mfrk., siebenbürg. latze), nhd.
Latte f., nhd. mdartl. rhein. lats (neben lat)
‚langes, schmales, meist kantiges Schnitt-, phras. lange Latte
holz‘
‚großer, hagerer, Latten schneiden
Mensch‘
‚schnarchen‘, er
hat eine Latte zu viel
‚er ist verrückt‘.