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Lästerung

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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9 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Lästerung

Lästerung

2Laster n. ‘schändliche Gewohnheit’, ahd. lastar (8. Jh.), mhd. mnd. laster ‘Kränkung, Schmähung, Tadel, Sünde’, asächs. lastar ‘Tadel, Schuld, Spott’, afries. mnl. nl. laster ‘Verleumdung, Lästerung’ sind Ableitungen von einem im Nhd. untergegangenen starken Verb ahd. (9. Jh.), asächs. lahan, aengl. lēan ‘tadeln, verbieten’, das auf eine allerdings nur im Germ. und Kelt. nachzuweisende und nur o-stufig belegte Wurzel ie. *lok- ‘tadeln, schmähen’ führt. Als Grundform ist (mit Ausfall des h vor st) germ. *lahstra- anzusetzen (-stra- steht für älteres -tra-, auf das aengl. leahtor ‘Sünde, Vergehen’ und mnl. lachter ‘Schande, Hohn’ hinweisen). Eng verwandt ist anord. lǫstr (germ. *lahstu-) ‘Schaden, Fehler, Laster’. Außergerm. stellt sich hierzu nur air. locht (aus *loktu-) ‘Schuld, Fehler’. Die Ausgangsbedeutung ‘Schmähung, Lästerung’ hält sich bis ins 16. Jh., seitdem dringt ‘gewohnheitsmäßige Sünde, verwerfliches Verhalten’ als dominierende Verwendung durch; gelegentlich übertragen auf lasterhafte Personen oder scherzhaft auf große Menschen (ein langes Laster). – lasterhaft Adj. ‘dem Laster ergeben, sittlich verdorben’ (16. Jh.). lästerlich Adj. ‘schmähend, lästernd’, ahd. lastarlīh ‘tadelnswert’ (9. Jh.), mhd. lasterlich, lesterlich ‘beschimpfend, schimpflich’. lästern Vb. ‘schmähen, beschimpfen’, ahd. last(a)rōn ‘schmähen, tadeln’ (8. Jh.), mhd. lastern, lestern ‘die Ehre nehmen, beschimpfen’, Ableitungen vom Substantiv in seiner alten Bedeutung ‘Kränkung, Schmähung’, daher heute nicht mehr als diesem zugehörig empfunden. Zum Verb gebildet sind Lästerung f. ‘Schmähung’, ahd. lasterunga (9. Jh.), mhd. lesterunge. Lästermaul n., Lästerzunge f. (beide 16. Jh.).
1688 Zeichen · 60 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Lästerung

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Lästerung , S. Adelung Lästern .

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Lästerung

    Goethe-Wörterbuch

    Lästerung auch synkopiert a abfällige Äußerung, üble Nachrede üb jdn/etw; einmal ‘nachgesagte L-en’ [ als Beilage ] eine…

  3. modern
    Dialekt
    Lästerungf.

    Pfälzisches Wb.

    Lästerung f. : wie schd., Läschderung [vereinzelt, Lambert Penns 99].

  4. Sprichwörter
    Lästerung

    Wander (Sprichwörter)

    Lästerung 1. Wenn Lästerungen alle wahr seynd, so ist die Welt voller Schälk. – Sutor, 201. Lat. : Si calumniari suffici…

  5. Spezial
    Lästerung

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Läs|te|rung f. (-,-en) blasfemia (-ies) f. , blastëma (-mes) f. , ‹pop› ostiada (-des) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit laesterung

2 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von laesterung 2 Analysen

laster + -ung

laesterung leitet sich vom Lemma laster ab mit Suffix -ung, mit Umlaut-Wechsel.

Alternativen: last+-er+-ung

Zerlegung von laesterung 2 Komponenten

laste+rung

laesterung setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

laesterung als Zweitglied (1 von 1)

gotteslästerung

DWB

gottes·laesterung

gotteslästerung , f. , schmähung, verunglimpfung, miszachtung gottes, heiliger personen oder religiöser einrichtungen. seit dem 15. jh. nach…

Ableitungen von laesterung (1 von 1)

verlästerung

DWB

verlästerung , f. herabsetzung durch entehrende worte: criminatio Frisch 1, 582 ; das solchs zu ferner vertyfung, auffruhr und unschigkligke…