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Kürassier

nhd. bis sprichw. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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8 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Kürassier

Kürassier

Küraß m. ‘Brustharnisch’, in älterer Zeit häufig Bezeichnung für einen aus Brust- und Rückenteil bestehenden Panzer (mit zugehörigem Helm), auch für die den ganzen Körper schützende Rüstung. Die Entlehnung (mit Genuswechsel) von gleichbed. mfrz. frz. cuirasse f. erscheint im 15. Jh. zunächst in der Form frühnhd. Küriß, Kuriß (mit den Varianten Kürüß, Kiriß, Koriß, Kürisch, Kürbiß). Dem Frz. genauer entsprechendes Küraß läßt sich im 15. Jh. nur vereinzelt nachweisen, findet sich erst im 17. Jh. wieder und setzt sich schließlich im 18. Jh. gegen das immer noch gebräuchliche Küriß durch. Auf Einfluß von ital. corazza ‘Panzer’, corazzina ‘leichter Panzer’ deuten frühnhd. Nebenformen wie Kuratz, Koratz, Koratzin (15./16. Jh., vgl. auch mnd. köritz, köritzer neben körisser, küresser, kürnisser sowie mnl. curaetse). Die vorausgehenden roman. Bildungen, von denen aprov. coirassa (12. Jh.), afrz. curasse (13. Jh.) am frühesten bezeugt sind, während span. coraza (14. Jh.) und wohl auch ital. corazza (13. Jh.) erst dem galloroman. Muster folgen, repräsentieren ein vlat. *cor(i)ācea ‘aus Leder gefertigter Panzer’, das sich als substantiviertes Feminimum zum Adjektiv spätlat. coriāceus ‘ledern’ (Ableitung von lat. corium ‘Leder, Haut, Hülle’, woraus frz. cuir, span. cuero, ital. cuoio ‘Leder, Haut’) stellt. – Kürassier m. ‘einen Brustharnisch tragender Reiter’, in der Militärterminologie für den Angehörigen der (in einigen Armeen bis zu Beginn des 20. Jhs. fortbestehenden) schweren Kavallerie üblich; Übernahme (Anfang 17. Jh.) von gleichbed. mfrz. cuirachier, frz. cuirassier (abgeleitet von mfrz. frz. cuirasse, s. oben), die das im 15. Jh. zu Küriß (s. oben) gebildete frühnhd. Kürisser (auch Küresser, Kuresser, Kurischer, Kürbiser) ablöst. Im 17. Jh. steht Curas(s)ier nur gelegentlich neben der geläufigeren eindeutschenden Erweiterung Kürassi(e)rer, Curassierer, Kürissi(e)rer, seit Anfang des 18. Jhs. herrscht die Form Cürassier, Kürassier (doch noch im 19. Jh. vielfach Cuirassier mit frz. Schreibung).
2024 Zeichen · 72 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kürassier

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Kürassier , des -s, plur. et nom. sing. mit einem Kürasse versehene Soldaten zu Pferde, geharnischte Reiter; im geme…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kürassier

    Goethe-Wörterbuch

    Kürassier C- bis auf B14,56,27 , ‘Cürassir’ 16,292 , ‘Cürassierer’ 1) N9,401,25 , angelehnt an frz Herkunft: Cui- 33,278…

  3. modern
    Dialekt
    Kürassierm.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Kürassier m. Kürassier, übertr. dickes Frauenzimmer Wa; 'n rugen Kürassier wildes Frauenzimmer Wa Rechl .

  4. Sprichwörter
    Kürassier

    Wander (Sprichwörter)

    Kürassier Auch hundert Kürassiere können keinen Nackten berauben.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kuerassier

3 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von kuerassier 2 Komponenten

kuerass+ier

kuerassier setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

kuerassier‑ als Erstglied (2 von 2)

Ableitungen von kuerassier (1 von 1)

Kürassiere

Meyers

Kürassiere (mittelalterlich Kyrisser, Kürisser, Korazzen ), ursprünglich neben den von Kopf bis zu Fuß gepanzerten Lanzenreitern ( Lantziere…