Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
kubilo
(10. Jh., alem.) (nom.pl.) chubelen . mulctra.
489,41 (12. Jh., obd., alem.) (nom.sg.) chu-
bolo . mulctra. Daneben steht kubil m. a-St.
(kein eigener Ansatz im Ahd. Wb.) in 3,
327,57 (14. Jh., bair.-frk.) (nom.sg.) cubil .
situla und Basel, B. IX. 31 (2. Hälfte des
15. Jh.s, alem. mit ostfrk. Beteiligung [zur
Glosse vgl. Stricker 1989: 196. 318]) kubel:
‚Kübel, Eimer; mulctra, situla‘(der Ansatz
als m. a-St. ergibt sich aus dem mhd.
Fortsetzer, der ein st. Mask. ist). Das Wort
ist aus mlat. cūpellus m.
‚kleine Kufe‘ent-
lehnt. – Mhd. kübel st.m.
‚Kübel‘, nhd. Kü-
bel m.
‚größeres, nach oben hin etw. weiteres.
Gefäß aus Holz, Metall, Ton o. Ä. mit einem
oder zwei Henkeln, in Gefängniszellen an-
stelle eines WCs benutztes Gefäß‘