Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
krakeelen
krakeelen
Krakeel m. ‘Lärm, lärmender Streit’, mnd. krakēl(e), mnl. nl. krakeel. Die Etymologie ist nicht gesichert. Wahrscheinlich ist die Herkunft des Substantivs im nd.-nl. Sprachraum zu suchen, wo es bereits im 15. Jh. bezeugt ist. Man kann darin eine Streckform von westfläm. kreel ‘Lärm’ sehen, das auf mfrz. frz. querelle ‘Streit’ beruht. Oder die Hinzufügung des pejorativen Präfixes ka-, kra- führt zu *kakreel, *krakreel, woraus mit Umsprung bzw. mit Ausfall des zweiten r mnl. krakeel entstanden wäre. Ein im Obd. (Ende des 16. Jhs.) bezeugtes gregell ‘Bauernkrawall’ wird mit ital. gorgogliare, älter gargagliare ‘gurgeln, lärmen’ in Verbindung gebracht und als von den Landsknechten verbreitet angesehen (vgl. ²¹399), ist jedoch eher eine der verschiedenen Formen, in denen Krakeel vom Nd. aus in das übrige Sprachgebiet eindringt. Die Studentensprache nimmt es im 17. Jh. auf und fördert seine Verbreitung. – krakeelen Vb. ‘lärmen, laut streiten, schreien’ (17. Jh.), mnd. krakēlen, nl. krakelen. Krakeeler m. (17. Jh.).