Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Krake m.
Krake m.
Krake m. Der Name des riesenhaft vorgestellten Meeresfabeltieres, für das wohl im wesentlichen Polypen Pate gestanden haben, lautet in der nordischen Volksüberlieferung norw. dän. krake und begegnet als Entlehnung seit dem 18. Jh. im Dt. Von Oken wird der Ausdruck auf die existierenden Kopffüßer übertragen (1815); er gilt heute vornehmlich für die Arten der achtfüßigen Tintenfische (Oktopoden). Der Name des Fabeltieres hat sich entwickelt aus norw. krake ‘verkrüppelter Baum, verkrüppeltes Tier’, schwed. (mundartlich) krake ‘Holzstamm mit halb abgehauenen Zweigen, schwacher, elender Mensch’, anord. kraki ‘Stange mit einem Haken, schwache, schmächtige Person’ und ist verwandt mit Krücke (s. d.).