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2. Körnen

mhd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
12 in 10 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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29
Verweise raus
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

2. Körnen

Bd. 2, Sp. 1724
2. Körnen, verb. reg. welches in doppelter Gestalt üblich ist. 1. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben. 1) Körner bekommen, wo es besonders in der Landwirthschaft von dem Getreide üblich ist, welches körnet, wenn es feste oder derbe Körner zu bekommen anfängt, wenn sich die flüssige Milch in Mehl zu verwandeln anfängt. 2) In Körner verwandelt werden. Das Salz körnet, wo doch das folgende Activum in Gestalt eines Reciproci üblicher ist, sich körnen.[] 2. Als ein Activum. 1) In Körner verwandeln. Das Bley körnen, geschmolzenes Bley durch Rütteln oder durch Gießen durch einen Besen in Körner verwandeln; granuliren. Auf andere Art körnet man das Schießpulver, den Salpeter u. s. f. Das Salz körnet sich, wenn es sich in Körner verwandelt. Im mittlern. Lat. granare. 2) In der Landwirthschaft einiger Gegenden wird die Gerste gekörnet, wenn man, nachdem sie gedroschen ist, die Spitzen von den Körnern abschläget. 3) Durch //hingestreuete Getreide- oder Futterkörner anlocken, wo es denn auch in weiterer Bedeutung, von der Anlockung vermittelst aller Arten der Lockspeise gebraucht wird. Ein Raubthier körnen, oder ankörnen. Vögel körnen. Daher auch die Lockspeise selbst, sie bestehe woraus sie wolle, bey den Jägern die Körnung genannt wird. Wenn jenen Reitz und Schönheit körnt, Entsaget er dem Hochmuthstriebe, Haged. S. Kirren und Ködern, welche in eben demselben Verstande gebraucht werden. Im Oberdeutschen ist dafür auch pfneischen üblich.
1472 Zeichen · 29 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    körnenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    körnen swv. BMZ md. kornen, mit körnern locken od. füttern Frl. im wart mit im gekurnt Pass. K. 304,48 ; körner ansetzen…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kȫrnenswv.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    kȫrnen , swv. , 1. (Münzmetall zu Prüfzwecken) körnen, granulieren, körnig machen . 2. Part. prät. (Gestein:) gekȫrnet g…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Körnen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    2. Körnen , verb. reg. welches in doppelter Gestalt üblich ist. 1. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben. 1) Körner …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Körnen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Körnen , Gegenstände in Körner verwandeln (s. Granulieren ), auch Oberflächen eines Körpers ein körniges Ansehen oder ei…

  5. modern
    Dialekt
    körnen

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    körnen Körner als Lockfutter streuen; nur in der Zs. vörkörnen .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit koernen

5 Bildungen · 0 Erstglied · 3 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von koernen 2 Komponenten

koer+nen

koernen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

koernen als Zweitglied (3 von 3)

ankörnen

DWB

anko·ernen

ankörnen , granis sparsis allicere: die vögel, das wild ankörnen. figürlich, um mich wieder anzukörnen (per rappatumarmi, eigentlich gut zu …

Ableitungen von koernen (2 von 2)

ENTKÖRNEN

DWB2

ENTKÖRNEN vb. abl. von korn n. körner aus etwas herauslösen: 1538 nimb liebstoͤckel somen eyn vntz, entkörnter mertrübel zwo vntz Herr acker…

verkörnen

DWB

verkörnen , verb. dasselbe was körnen vom getreide ( s. th. 5, 1823, 3); dann anschlieszend an 5, 1822, 1: in Pommern dem wilde netze stelle…