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kloppen

mnd. bis Dial. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
11 in 9 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
41
Verweise raus
31

Eintrag · Westfälisches Wb.

kloppen V.

Bd. 3, Sp. 735
kloppen V. [verbr.] 1.1. mehrfach leicht an oder auf etwas schlagen. An de Doa klopp’m (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@DingdenDi). Et hïet kloppet (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 1.2. durch (leichtes) Schlagen (z.B. mit einem Hammer) bearbeiten. — 1.2.1. durch Klopfen weich, mürbe machen. Flǟis klopp’m (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 1.2.2. zerkleinern, zerhacken. Steine kloppen (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@BörninghausenBh). Ssukker kloppen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). — 1.2.3. durch Klopfen schärfen; dengeln. De Saißen kloppen (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@LangschedeLa). — Sprichw.: Kloppen un wetten bringet kain Letten (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh). — 1.2.4. durch Klopfen in etwas treiben. Klopp dien Nal in de Kiste! (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@KirchveischedeKv). — 1.2.5. (Buchweizen) mit einfachen Knüppeln dreschen (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@RhodeRh). — 1.2.6. durch Klopfen vom Schmutz befreien. De Bärrens kloppen (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@KirchveischedeKv). Täppige klopp’m (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 1.2.7. (von Pferden) im Stall rumoren (Frbg.); auch: mit den Flanken schlagen, mit den Füßen stampfen. De Göüle kloppet (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@BorgentreichBo). — 1.3. (mit einem klopfenden Geräusch) spielen. Kōten (Karten) kloppen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Skat klopp’m (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 1.4.1. hauen, schlagen. Bai hät di kloppet? (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@HemerHe). — 1.4.2. (+ sik) sich prügeln, sich zanken, balgen. De Haohler Jungens heppt sick mit dän Harpener ekloppet (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). — 2. in pulsierender Bewegung sein und dabei ein schlagendes Geräusch von sich geben. Dat Heät kloppet mi (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 4,757: kloppen; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 7,4,408: kloppen.
1325 Zeichen · 70 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kloppensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    kloppen , sw. V. nhd. klopfen, schlagen, auf Holz schlagen, auf ein Brett klopfen, aufschlagen, aufklopfen, an die Tür a…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    kloppen

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    kloppen , s. klopfen .

  3. modern
    Dialekt
    kloppen

    Lothringisches Wb. · +5 Parallelbelege

    kloppe n [klòpə fast allg.; klapən D. Si. ; globə Ri. Hom. Ha. Rom. ] v. 1. klopfen, schlagen: mi Vadder geht mich k. Fo…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kloppen

28 Bildungen · 9 Erstglied · 16 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von kloppen 2 Komponenten

klop+pen

kloppen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

kloppen‑ als Erstglied (9 von 9)

Kloppenburg

Meyers

kloppen·burg

Kloppenburg ( Cloppenburg ), Amtsstadt im Großherzogtum Oldenburg, an der Soeste, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Oldenburg-Osnabrück und de…

kloppendȫre

MNWB

° kloppendȫre (Lüb. Ub. 9, 579) l. klappendȫre Klapptür ?

kloppendȫre?

KöblerMnd

kloppendȫre? , F. nhd. Klapptür? E.: s. kloppen (1)?, dȫre (1) L.: MndHwb 2, 585 (kloppendȫre) Son.: langes ö

kloppenheim

DWB

klopp·enheim

kloppenheim , gemachter ortsname, ort wo ' gekloppt ' wird: darumb sie beide nit allerdings wol mit einander gelebet, sondern zum oftermal d…

Kloppenkop

WWB

kloppen·kop

Kloppen-kop m. am Flegelstab befestigtes Ende des→ Kloppen ( Hal Bh).

kloppen als Zweitglied (16 von 16)

ümmekloppen

KöblerMnd

*ümmekloppen , sw. V. nhd. ausrufen Hw.: s. ümmekloppære E.: s. ümme (1), kloppen

af-(āve-)kloppen

MNWB

af-(āve-)kloppen , swv. , abschlagen, herunterschlagen , durch Klopfen abtrennen.

afkloppen

KöblerMnd

afkloppen , sw. V. nhd. „abklopfen“, abschlagen, herunterschlagen, durch Klopfen abtrennen Hw.: vgl. mhd. abeklopfen E.: s. af, kloppen L.: …

anekloppen

KöblerMnd

ane·kloppen

anekloppen , sw. V. nhd. anklopfen Hw.: vgl. mhd. aneklopfen E.: s. ane (2), kloppen W.: s. nhd. anklopfen, V., anklopfen, DW 1, 383, DW2 2,…

bekloppen

MNWB

bek·loppen

bekloppen , swv. , beklopfen, (das Wachs beim Einkauf beklopfen) abklopfen.

inkloppen

MNWB

ink·loppen

inkloppen , swv. , 1. durch Klopfen Einlaß begehren. 2. durch Schlag auf den Mund widerrufen (SL).

tõhôpekloppen

MNWB

tohope·kloppen

° tõhôpekloppen , swv. : (von Zutaten beim Herstellungsprozess:) c. Acc. c. Präp. mit zusammenklopfen , durch Klopfen zerkleinern damit eine…

tohōpekloppen

KöblerMnd

tohōpekloppen , sw. V. Vw.: s. tōhōpekloppen*

tōhōpekloppen

KöblerMnd

tōhōpekloppen , sw. V. nhd. zusammenklopfen, durch Klopfen zerkleinern, durch Klopfen miteinander verbinden E.: s. tōhōpe, kloppen (1) L.: M…

ufkloppen

MNWB

° ufkloppen , swv. : klopfen, um Aufmerksamkeit zu fordern, „ wen dat confect up den tisch is, so mohten de beyde bröder, den de schüffel un…

upkloppen

MNWB

upkloppen , (selten:) op-, swv. : aufklopfen mit dem Finger, einem Hammer o. Ä. (als Signal) , (beim Beginn einer Sitzung:) „ wen de Olderlu…

verkloppen

Pfeifer_etym

verk·loppen

klopfen Vb. ‘leicht schlagen, pochen, rhythmisch schlagen’. Das lautnachahmende Verb, ahd. klophōn (9. Jh.), mhd. klopfen, mnd. mnl. kloppen…

āvekloppen

KöblerMnd

āvekloppen , sw. V. Vw.: s. afkloppen

ūtkloppen

KöblerMnd

ūtkloppen , sw. V. nhd. ausklopfen, bei Kleinigkeiten verkaufen Hw.: vgl. mhd. ūzklopfen E.: s. ūt..., kloppen (1) W.: s. nhd. ausklopfen, s…

Ableitungen von kloppen (3 von 3)

bekloppen

MNWB

bekloppen , swv. , beklopfen, (das Wachs beim Einkauf beklopfen) abklopfen.

verkloppen

Pfeifer_etym

klopfen Vb. ‘leicht schlagen, pochen, rhythmisch schlagen’. Das lautnachahmende Verb, ahd. klophōn (9. Jh.), mhd. klopfen, mnd. mnl. kloppen…

zerkloppen

RhWB

zer-kloppen: einen (sich) z., prügeln Allg. (nicht Rhfrk, hier ver-).

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „kloppen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kloppen/wwb
MLA
Cotta, Marcel. „kloppen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kloppen/wwb. Abgerufen 16. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „kloppen". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kloppen/wwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_kloppen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„kloppen"},
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  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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