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kleckern

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
6 in 6 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

kleckern

kleckern

kleckern Vb. ‘tropfenweise fallen, Kleckse, Flecke machen’, übertragen ‘langsam, mühsam vorwärtsgehen, vorankommen’, Iterativbildung (17. Jh.) zu heute nur noch mundartlichem klecken Vb. ‘(von Flüssigkeiten) geräuschvoll fallen, Flecke machen, schmieren’, übertragen ‘gut vonstatten gehen, gut ausgehen, ausreichen’, ahd. (9. Jh.), mhd. klecken ‘platzen, krachen, bersten, (sich) spalten, klecksen, klatschen, schallend schlagen’, übertragen ‘ausreichen, genügen, wirksam sein’. Verwandt sind Klack m. ‘Riß, Spalt, Knall, Krach, Klecks, Fleck’, ahd. (11. Jh.), mhd. klac (Genitiv klackes) ‘Riß, Spalt, Knall, Krach, Klecks, Fleck’. Entsprechend klack Interjektion schallnachahmend für einen knackenden, klatschenden Ton (beim Brechen, beim Reißen, beim Aufprall einer breiigen, tropfenden Masse), auch (zumal in der Doppelung klack klack) für einen kurzen, harten Ton. Expressiv erweitert klacks Interjektion Dazu Klacks m. ‘kleiner Fleck, eine kleine Menge dickflüssiger Substanz (wie Marmelade, Senf), Geringfügigkeit’ (18. Jh., doch wohl älter) sowie klacken Vb. ‘platzen, klatschen, schlagen, Flecke machen’ (17. Jh.), iterativ klackern (18. Jh.), engl. to clack ‘klappern, rasseln’, anord. klaka ‘zwitschern, gackern’, vielleicht auch griech. glázein (γλάζειν) ‘einen Gesang erklingen lassen’. Diese offensichtlich schallnachahmenden Bildungen führen auf ie. *glag-, eine Erweiterung der Schallwurzel ie. *gal- ‘rufen, schreien’, die sich auch in anord. kalla ‘nennen, sagen, rufen’ (woraus wohl engl. to call ‘rufen’), aslaw. glagolъ ‘Wort’, glagolati ‘reden, sprechen’, russ. (älter) gologólit’ (гологолить) ‘schwatzen, plappern’, mir. gall ‘Ruhm’ sowie (über andere Erweiterungen) in Klage, klingen (s. d.) fortsetzt. – erklecklich Adj. ‘ausreichend, beträchtlich, erheblich’ (17. Jh.), zu dem im 19. Jh. untergegangenen Präfixverb erklecken ‘genügen, helfen, nützen’ (16. Jh.), vielleicht schon (zweifelhaft belegtes) mhd. erklecken. Klecks m. ‘(Farb-, Tinten)fleck, Klümpchen’ (18. Jh.), älter Kleck (16. Jh.), aus klecken rückgebildet. klecksen Vb. ‘Kleckse machen, schlecht malen, schreiben, Zähflüssiges worauf fallen lassen’ (18. Jh.), zu Klecks bzw. Iterativbildung zu klecken.
2192 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    kleckern

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    kleckern , frequent. zu klecken 3. 1 1) eig., maculis inficere, sordes inferre, turpificare, z. b. einem fett auf ein kl…

  2. modern
    Dialekt
    kleckern

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    kleckern Kleckse, Flecke, Häufchen machen: nu (als der Kobold seinen Sack ausschüttet) geiht 't Kleckern los Lu Dütsch ;…

  3. Spezial
    kleckern

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    kle|ckern vb.intr. → klecksen .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kleckern

2 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von kleckern 2 Komponenten

kleck+ern

kleckern setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Ableitungen von kleckern (2 von 2)

bekleckern

LDWB2

be|kle|ckern I vb.tr. pozoré (-rëia), tolchené (-nëia), fá da tolchi II vb.refl. sich bekleckern se ajié sö, se fá plëgn de maces. ▬ mit Tin…

verkleckern

DWB

verkleckern , verb. frequentativ zum vorigen: klecksend verschwenden, vergeuden ( s. theil 5, 1058); so mundartlich verklekkern verschütten …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „kleckern". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kleckern/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „kleckern". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kleckern/pfeifer_etym. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „kleckern". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kleckern/pfeifer_etym.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
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